Fragebögen zur Selbst-Diagnose

Autonomie-Fragebogen und -Diagramm sind für mich zu einem unentbehrlichen Instrument geworden,

  • um dem Klienten die Zusammhänge zwischen Autonomie und Symbiose zu erklären,
  • um mit einem Blick, die „Struktur“ des Klienten zu sehen,
  • um ihm eine Veränderung nach Therapie deutlich zu machen.

Hier stelle ich Ihnen den:

zur Selbst-Diagnose kostenfrei zum Download zur Verfügung.


*Hinweise zum Ausfüllen und zur Bewertung des Autonomie-Fragebogens

(8.5.2011)

Für jede Aussage wird die zutreffende Antwort-Spalte ( Punktzahl: 0 = trifft nicht zu; 1 = selten; 2 = manchmal; 3 = stimmt häufig; 4 = stimmt fast immer) angekreuzt. Es wird für jeden Abschnitt (A bis F) die Summe der Punkte ermittelt.

Destruktive Symbiose
Infolge einer einschränkten Abgrenzung entsteht für den Betroffenen folgendes Dilemma: In der Nähe zum Gegenüber ist er mit seiner Wahrnehmung, seiner Energie mehr beim Anderen als bei sich selbst.

Autonomie-Aspekte
Seine autonomen Fähigkeiten, sich gegenüber fremden Gedanken und Gefühle abzugrenzen(A), mit seinen eigenen Gedanken und Gefühlen (B) verbunden zu bleiben, sind eingeschränkt. „Gesunde“ Aggression (C) ist lebenswichtig, für Abgrenzung, Selbstschutz, für das „Angreifen“ von Problemen und Durchstehen schwieriger Situationen, z.B. Konflikten.
Symbiotische Beziehungen sind daher geprägt von Tendenz zu Abhängigkeit und Ko-abhängigkeit sowie fehlender Fähigkeit, sich miteinander auseinander zu setzen, Konflikte zu klären. 
Auswertung A-C: Die ermittelten Werte ermöglichen eine ungefähre Ausprägung – oder Einschränkung – der Autonomie: 1-10 = niedriger, 11-20 = mittlerer, 21 – 32 hoher Autonomie-Index.

Symbiose-Aspekte
Die Unterdrückung der Autonomie-Aspekte führt zu folgenden Aspekten, die als Kompensation für die eingeschränkten autonomen Fähigkeiten verstanden werden können, oder auch als Durchbruch (Dekompensation) der unterdrückten autonomen Impulse:

D „Überabgrenzung“: um nicht erneut verletzt zu werden, lassen sich „sensible Naturen“ nicht mehr auf Nähe ein, unterdrücken ihr Mitleid und können so mehr bei sich selber bleiben. Allerdings um den Preis, dass sie auf die so ersehnte Nähe des Anderen verzichten müssen. Das macht sie resigniert, bitter und böse.

E „Macht“: um auf Nähe und Pseudoharmonie nicht verzichten zu müssen, ohne abhängig zu werden, drehen „vitale Naturen“ den Spiess um und versuchen, zum Teil unbewußt, durch mehr oder weniger diskrete oder massive Manipulationen – „Charisma“, Versprechungen, Erpressung, Drohung – den anderen, dessen Wahrnehmung und Gefühle und dessen Kontakte den eigenen Bedürfnissen anzupassen, den andere von sich abhängig zu machen.

F „Destruktion (Abspaltung aggressiver Impulse) gegen sich selbst und andere“: Unterdrückte aggressive Impulse stauen sich an, und „suchen sich andere, destruktive Kanäle“. Sie richten sich gegen sich selbst: depressive Lähmung, Schuldgefühle, Selbst-Abwertung, Selbst-Hass, Selbst-Zerstörung oder auf der körperlichen Ebene als Stress und psychosomatische Erkrankungen. Oder sie richten sich nach aussen, gegen andere in Form von seelischer und körperlicher Gewalt.

Auswertung D-F: (kompensatorische Symbiose-Aspekte): 1-10 = niedriger, 11-20 = mittlerer, 21 – 32 hoher Symbiose-Index

Die ermittelten Werte werden in das Autonomie-Diagramm in die entsprechenden Achsen eingetragen. Dabei nimmt bei den Achsen A-C die Punktzahl, entsprechend dem  Autonomiewertnach aussen zu. Bei den Achsen D-F (Symbiosewert) nimmt die Punktzahl von aussen nach innen zu, entsprechend einem abnehmenden Autonomie-Wert.

Veränderungen nach Therapie können ermittelt werden und – mit einer anderen Farbe – in das Diagramm eingefügt werden. So kann „mit einem Blick“ der Autonomie-Status und seine Veränderung erfasst werden.


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