INSTITUT SYSTEMISCHE SELBST-INTEGRATION LANGLOTZ-KUTZELMANN

  • Besetzung – Identifikation – Introjektion
  • Einladung zu Thementag 14. März 2026, „Selbstermächtigung durch Perspektivwechsel!“


Liebe Freunde,
liebe Kolleg*innen,

in unserer Arbeit begegnen wir immer wieder dem Phänomen, dass frühere Schicksale unbewusst von Enkeln übernommen werden.

Besetzung – Identifikation – Introjektion

Während meiner Arbeit mit einer Schamanin lernte ich die Vorstellung kennen, dass „unerlöste Seelen“ manchmal lebende Menschen „besetzen“ und sie mit fremden Themen belasten können. Mithilfe eines Mediums versucht der Schamane, Kontakt zu der besetzenden verstorbenen Seele aufzunehmen, um sie davon zu überzeugen, dass sie bereits verstorben ist und einen Ort gefunden hat, an dem sie Frieden finden kann.

Auch Bert Hellinger war mit dem Phänomen vertraut, dass Klientinnen und Klienten sich unbewusst mit dem Schicksal eines verstorbenen Familienmitglieds identifizieren. Er interpretierte dies als Wirken eines „Sippengewissens“, das unermüdlich für Ausgleich sorgt. Wenn ein Familienmitglied von der Gemeinschaft ausgeschlossen wurde, musste ein späteres, unschuldiges Familienmitglied dessen Platz einnehmen und oft dessen schwieriges Schicksal wiederholen. Hellingers Lösung bestand darin, dass der Klient dem Ausgegrenzten „einen Platz im Herzen“ geben sollte, um so die Vollständigkeit der Familie wiederherzustellen.

In den letzten fünf Jahren habe ich fast 2000 Online-Aufstellungen durchgeführt. Bei etwa der Hälfte davon konnte ich dieses Phänomen beobachten. Allerdings war es nie ein Verstorbener, der die Klientin oder den Klienten festhielt – vielmehr war es die Klient*in selbst, die einen Verstorbenen „besetzt“ und unbewusst festgehalten hatte – aus unterschiedlichen Gründen:
Zum Beispiel ein vor der Geburt verstorbener Zwilling, weil die Klientin ihn nicht verabschieden konnte und sich ohne ihn unvollständig fühlte. Oder sie hatte ein abgetriebenes Geschwisterkind unbewusst durch Schuldgefühle festgehalten, als hätte sie deshalb kein Recht zu leben. Ebenso eine liebevoll früh verstorbene Großmutter, die in einer schwierigen Familienkonstellation die einzige Person war, die die Klientin gesehen und geliebt hatte. Die Klientin hielt sie unbewusst fest, um dieses wertvolle Gefühl von Liebe nicht zu verlieren.
Allen gemeinsam war, dass diese Verstorbenen „mit einem Bein“ im Reich der Toten standen und sich daher weder dem Leben noch ihrem wahren Selbst zuwenden konnten. Da weder die schamanischen Rituale noch Bert Hellingers Intervention das lösen konnten, folgte ich meiner Intuition und forderte die Klient*in zu einem Dialog mit dem jeweiligen Verstorbenen auf – jedoch anders als ich es bei der Schamanin erlebt hatte. Wenn sie das Schicksal des Verstorbenen respektierten, ohne es zu bewerten, und sich bei ihm bedankten, konnten sie selbst spüren, wie erleichtert dieser war, gesehen und losgelassen zu werden. Gleichzeitig nahmen sie den Wunsch des Verstorbenen wahr: Lebe endlich DEIN Leben!
Das habe ich spontan in einem YT-Beitrag gepostet, unter
https://youtu.be/gspHZJDROME .
Offenbar hat es viele Besucher berührt, sodass es innerhalb von 10 Tagen 5.500 mal angeklickt wurde!

Themenwechsel.
Kürzlich hatte ich eine bemerkenswerte Aufstellung, mit einem (männlichen!) Klienten! Roland, warum bin ich so erschöpft und freudlos? https://youtu.be/JnPfbqG7Sx8

Das Lösungsprinzip „Perspektivwechsel“ erwies sich als sehr hilfreich, um sich von überholten Überlebensreflexen zu lösen und zu der eigenen „unaufgeregten“ Würde zu finden. Dieses verkürzte Format ist keine Trauma-Arbeit, sondern eher „Psychoedukation“ oder „Strukturtraining“. Ihr könnt es lernen beim

Einladung zu Thementag 14. März 2026, „Selbstermächtigung durch Perspektivwechsel!“

Online-Resilienztraining für „Jugendliche von 12 bis 90 (!) Jahren“.
Einführung und Training für Interessierte
Samstag,  10:00–13:00 Uhr und 15:00–ca. 18:00 Uhr
Bitte diesmal über die Webseite anmelden, wenn Ihr daran teilnehmen möchtet:
https://www.e-r-langlotz.de/anmeldeformular-autonomie-und-resilienztag/
Honorar: 50 € für Jugendliche bis 18 Jahre
70 € für „Jugendliche zwischen 19 und 90 Jahren“

Benötigte Klötzchen
Wenn du selber dein Problem mit mir bearbeiten möchtest, aber auch wenn du bei anderen Aufstellungen „Schattensegeln“ möchtest, d.h. den Lösungsprozess mit deinen Klötzchen nachstellen möchtest, brauchst du folgende Klötzchen: Ein rotes Klötzchen steht für dein Ich, ein blaues für das Problem. Und dein Selbstwert, dein „wahres Selbst“, ein gelbes Klötzchen, bekommt auch seinen Platz. Halte außerdem ein rotes und ein blaues Dreieck bereit – sie symbolisieren eine „fremde Lebensperspektive“ und deine „eigene Zukunftsperspektive“. Diese Klötzchen z.B. von „Eichhorn“ gibt es in Spielwarenläden oder bei Amazon.
Mehr Informationen finde Ihr im Forum:
https://www.systemische-selbstintegration.de/t307f2-EINLADUNG-SELBSTERMaeCHTIGUNG-DURCH-PERSPEKTIVWECHSEL.html#msg651

TERMINE

In der archivierten Form des Newsletters werden die Termine nicht hinterlegt.
Eine Übersicht aktueller Termine finden Sie auf unserer Homepage.

Wir grüssen euch herzlich!

Ero und Phil

(versendet: 05.03.2026)