SYSTEMISCHE SELBST-INTEGRATION
NACH LANGLOTZ®

Die SYSTEMISCHE SELBST-INTEGRATION NACH LANGLOTZ® versteht sich als eine lösungsorientierte Intensivtherapie, welche Elemente von Systemaufstellung, Gestalttherapie und archaische Abgrenzungs- und Ablösungsrituale verbindet, um die Entwicklung von Selbst und Selbstbestimmung des Klienten zu initiieren.


Die Symbiosefalle

Als Psychiater und Therapeut bin ich seit 40 Jahren mit den Problemen meiner Klienten konfrontiert. Sie kreisen um das bekannte Dilemma: Wie kann ich Nähe und Bindung erleben, ohne mich selber in der symbiotischen Verschmelzung mit dem anderen zu verlieren und in die Falle der Symbiose zu geraten? Wie kann ich meine Freiheit und Selbstbestimmung bewahren, ohne auf Nähe und Bindung verzichten zu müssen?
Kennen Sie selber diese Gefühle:


Das sind nur einige Teilaspekte des Symbiosemusters. Und es hat weitreichende Auswirkungen. Das Symbiosemuster ist mit verantwortlich für inneren Stress und für eine breite Palette seelischer und körperlicher Störungen, angefangen von leichteren Formen (Verstimmung, Kopfweh) bis hin zu schweren körperlichen (z.B. Herzinfarkt, Magen-Darmerkrankungen) und seelischen Störungen (Depression, Essstörungen,

Psychose). Und es ist verantwortlich für alle Beziehungskonflikte.

Für alle!


Abgrenzung und eigener Raum

Unzufrieden mit der Psychiatrie, aber auch mit den Methoden der Psychotherapie machte ich mich auf die Suche nach rasch und nachhaltig wirkenden Lösungsstrategien und experimentierte auch mit ausgefallenen, mit „alternativen“ Methoden, wie der Systemaufstellung und dem Schamanismus. Und ich hatte dabei das große Glück, eine Lösung aus der Symbiosefalle zu finden: Unerwartet stieß ich auf die faszinierenden Phänomene des „Selbst“, des „eigenen Raums“ und damit verbunden der „Grenze“. Wenn es gelingt, seinen eigenen Raum in Besitz zu nehmen,

sich gegenüber dem anderen abzugrenzen, dann kann man gleichzeitig die Nähe zum anderen und die Verbindung mit sich spüren.

Das ist die Lösung des Dilemmas!

Das ist der Schlüssel zu Zufriedenheit und Glück.


„Systemische Selbst-Integration“

So entstand nach und nach ein neues Therapiekonzept: die „systemische Selbst- Integration“.

Zur Wirkung zitiere ich die Rückmeldung einer Teilnehmerin ein halbes Jahr nach dem Besuch eines Therapieseminars:

„Ich hatte bisher bereits woanders einige Therapieerfahrungen bezüglich der Symbioselösung in meinem Familiensystem, die auch wirksam waren, aber nur über einen kürzeren Zeitraum anhielten. Letztendlich brachten sie nicht den Langzeiteffekt. Ich sagte mir, ich bin auf dem Weg.

Seit der Aufstellung bei ihnen sind einige Monate vergangen und ich durchlebe in meiner Familie derzeit eine Situation, die mich vor der Therapie bei ihnen in alt bekannte Muster hätte rutschen lassen. Diesmal aber ist es für mich anders. Ich kann mich abgrenzen! Das fühlt sich für mich zunächst sehr fremd an.

Die Frage, die sich mir stellt ist: ‚Darf ich es mir gut gehen lassen, auch wenn es anderen in meinem Familienverband derzeit nicht gut geht?‘ Meine jetzige Antwort darauf ist: ‚Ja, ich darf!‘

Dieses neue Gefühl lebe ich jetzt! Ich gestatte es mir, erstmalig! Was für ein Gewinn!

Die neue Situation erspart mir den bisher erlittenen Kraftverlust und

Selbstwerteinbruch, ohne Verlust des Empathiegefühls. Ihre Methode der

Symbioselösung ist so einfach, aber wie so oft ist gerade das Einfache das

Effektivste.“




Dein SELBST ist wie eine Rose....

Der Sinn der Rose liegt darin, zu erblühen, ihre Schönheit zu zeigen, ihren Duft zu verschwenden und sich in eine Frucht zu verwandeln.
Die Rose öffnet sich,
wenn die drangvolle Enge der Knospe schmerzhafter ist als die Scheu, sich zu öffnen, sich zu zeigen....

Dein SELBST ist wie eine Rose...
Es möchte sich entfalten, sich zeigen,
Liebe geben und empfangen..

Um sich zu öffnen, braucht es vier Gewissheiten:
Ich darf da sein...
Ich bin richtig, so wie ich bin...
Ich bin es wert, geliebt zu werden...
Ich darf mich schützen.....(die Dornen!)

Das hat ihm die Natur mitgegeben, wie drei Kelchblätter,
und als viertes die Dornen, welche die Blüte schützen.

Bisweilen jedoch wagt die Knospe nicht, sich zu öffnen,
Vielleicht hat sie jemand verschreckt, ihr gesagt,
Um zu erblühen braucht es dann jemanden, der sie an das erinnert, was sie im Innersten schon immer wußte.., der ihr hilft, den Raum zu schaffen, in dem sie frei und sicher sein kann.

(Ernst R. Langlotz, München, 07.07.08)


DIE GRENZE

Die Grenze ist das Grundprinzip des Lebens, beginnend bei den Einzellern. Sie ermöglicht Abgrenzung zur Umgebung, aber auch Austausch. Es entsteht ein Raum mit einem eigenen "inneren Milieu", das sich von dem der Umgebung unterscheidet.
Die Grenze ist auch Grundprinzip der seelischen Struktur. Sie schafft einen inneren Raum, der sich von der Umgebung unterscheiden kann. Das ist Voraussetzung für die individuelle Identität, die anders sein kann als die Umgebung.


GRENZE UND SELBST

Dem Schutz der Grenze dient das aggressive Potential, das wie ein unbewußter Schutzreflex wirkt. Es hält den Inneren Raum frei von Fremdem, so daß sich das "Selbst" entwickeln kann: Eine eigene Identität, eigener Erinnerung, mit eigener Wahrnehmung, dem Zugang zu den eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen. Dadurch wird Orientierung und Autonomie, Wachstum und Entfaltung möglich.


VERLUST DER GRENZE

Durch Verletzungen, durch Gewalt oder Verlust, meist in der Kindheit, wird der Selbst-Schutzreflex in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigt oder blockiert. Meist entsteht ein verinnerlichtes unbewußtes Abgrenzungsverbot. Die Grenze darf oder kann nicht mehr geschützt werden, sie geht verloren, mit ihr der innere Raum, bzw. er wird überflutet von Fremdem.


TRAUMA UND SELBSTENTFREMDUNG

Damit geht die Verbindung zum eigenen Selbst verloren, die Identität, der Zugang zu den eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen, damit die Orientierung, die Selbst-Organisation, die Autonomie.
Statt dessen Selbst-Entfremdung, Identitätsverlust, Desorientierung, Verlust der Autonomie.


SYMBIOSE ALS ÜBERLEBENSSTRATEGIE

Um wenigstens zu überleben, bleibt den Betroffenen nur übrig, sich nach Fremdem zu orientieren, sich symbiotisch an zu passen. Das eigene Selbst, da es diese Anpassung erschwert, wird als bedrohlich abgewehrt, wird ausgegrenzt, abgespalten. Sie tendieren dazu, sich manipulieren zu lassen und selbst zu manipulieren, sich abhängig zu machen und andere abhängig zu machen.

VERWIRRUNG, STRESS, KRANKHEIT

Dadurch wird die ursprüngliche Ordnung "auf den Kopf gestellt":
SYSTEMISCHE SELBST-INTEGRATION DURCH ABGRENZUNG

Mit der Hilfe archaischer Rituale ist es möglich, die symbiotische Verschmelzung zu lösen, die blockierte Abgrenzung wieder zu installieren. Die Befreiung des "Inneren Raumes" und die Annäherung an das Selbst gehen dabei in einem dramatischen Prozess Hand in Hand.
Durch die Verbindung mit dem eigenen "Selbst", den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen ist wieder eine autonome Orientierung und Selbstregulation möglich.
Dieser Prozess setzt Kraft, Fröhlichkeit und Lebendigkeit frei. Schwere, Lähmung, Handlungsunfähigkeit verlieren sich.





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