Die SYSTEMISCHE SELBST-INTEGRATION NACH LANGLOTZ® versteht sich als eine lösungsorientierte Intensivtherapie,
welche Elemente von Systemaufstellung, Gestalttherapie und archaische Abgrenzungs- und Ablösungsrituale verbindet, um die Entwicklung von
Selbst und Selbstbestimmung des Klienten zu initiieren.
Als zentrale Ursache für Streß, Beziehungsstörungen, für seelische und psychosomatische Gesundheitsstörungen
wird eine weitverbreitete Störung der Selbstbestimmung – Autonomie - gesehen. Seit Generationen haben sich Kinder an die
Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Eltern angepaßt, die seit Jahrhunderten durch Armut und Ausbeutung, Gewalt und Übergriff,
Krieg und Schuld, Vertreibung, Flucht und den frühen Verlust naher Angehöriger traumatisiert waren. Angepaßt, um zu überleben,
um die Nähe oder zumindest die Illusion von Nähe nicht zu verlieren.
Aber zu welchem Preis!
Die Betroffenen können ihre eigenen Gefühle – Aggression! - und Bedürfnisse nicht mehr spüren, können
sich nicht nach ihren Gefühlen und Bedürfnissen orientieren, können daher ihre Beziehungen, ihr Leben nicht authentisch, selbstbestimmt (autonom) gestalten. Es fehlt
die Fähigkeit, sich im Kontakt angemessen abzugrenzen. Sie sind entfernt von ihrem SELBST.
Hieraus resultiert eine fatale Tendenz, mit dem Gegenüber symbiotisch zu verschmelzen, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu
unterdrücken – verinnerlichtes Autonomieverbot, maligne Verschmelzung.
Die Betroffenen geraten in ein charakteristisches Dilemma: in der Nähe zum anderen verraten sie sich selbst. Um sich selbst
wieder zu spüren, sind sie gezwungen, sich rigide überabzugrenzen, dadurch verlieren sie die Nähe zum Gegenüber.
Es ist ihnen unmöglich, die beiden GRUNDBEDÜRFNISSE NACH NÄHE UND SELBSTBESTIMMUNG zu verbinden.
Dies Dilemma hat viele Gesichter, bedingt unterschiedliche Kompensationsstrategien, und es ist die zentrale Ursache für Streß,
Beziehungsstörungen und Krankheit!
Die SYSTEMISCHE SELBST-INTEGRATION ®* ist geeignet, dem Klienten seine symbiotischen Überlebensstrategien (Identifikationen,
Verschmelzungstendenzen) bewußt zu machen und in einem strukturierten Lösungsprozeß die Entwicklung von SELBST und SELBSTBESTIMMUNG (
AUTONOMIE) zu INITIIEREN. Der Klient gewinnt die Fähigkeit, im Angesicht des Gegenüber eigene Gefühle und Bedürfnisse wieder zu
spüren, sich gleichzeitig angemessen abzugrenzen.
Wie zum ersten Mal erlebt er, sich dem anderen zu zeigen, wie er ist – sein wahres Selbst – und deshalb (!) geliebt zu werden als der, der er ist.
Er lernt, gleichzeitig sich selbst und die Nähe zum Gegenüber spüren.
Das ursprüngliche Dilemma erweist sich als ein Pseudodilemma, der ständige Streß weicht einem tiefen Frieden. Er kann aufhören,
sich und andere zu manipulieren.
LIFE CAN BE SO EASY.
Der dadurch angestoßene Prozeß einer Selbstheilung bedarf häufig noch einer gesprächs- oder körper-therapeutischen Begleitung,
welche den Klienten dabei unterstützt, unterdrückte Gefühle – Aggression! – und Bedürfnisse zu integrieren, sich
auseinanderzusetzen, sich angemessen abzugrenzen.
Die SYSTEMISCHE SELBST-INTEGRATION® versteht sich als eigenständiges Therapiekonzept, welches andere bereits bewährte
Konzepte komplementär ergänzt.
Die Grenze ist das Grundprinzip des Lebens, beginnend bei den Einzellern. Sie ermöglicht Abgrenzung zur Umgebung,
aber auch Austausch. Es entsteht ein Raum mit einem eigenen "inneren Milieu", das sich von dem der Umgebung unterscheidet.
Die Grenze ist auch Grundprinzip der seelischen Struktur. Sie schafft einen inneren Raum, der sich von der Umgebung
unterscheiden kann. Das ist Voraussetzung für die individuelle Identität, die anders sein kann als die Umgebung.
Dem Schutz der Grenze dient das aggressive Potential, das wie ein unbewußter Schutzreflex wirkt. Es hält den Inneren Raum frei von Fremdem, so daß sich das "Selbst" entwickeln kann: Eine eigene Identität, eigener Erinnerung, mit eigener Wahrnehmung, dem Zugang zu den eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen. Dadurch wird Orientierung und Autonomie, Wachstum und Entfaltung möglich.
Durch Verletzungen, durch Gewalt oder Verlust, meist in der Kindheit, wird der Selbst-Schutzreflex in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigt oder blockiert. Meist entsteht ein verinnerlichtes unbewußtes Abgrenzungsverbot. Die Grenze darf oder kann nicht mehr geschützt werden, sie geht verloren, mit ihr der innere Raum, bzw. er wird überflutet von Fremdem.
Damit geht die Verbindung zum eigenen Selbst verloren, die Identität, der Zugang zu den eigenen Gefühlen,
Wünschen und Bedürfnissen, damit die Orientierung, die Selbst-Organisation, die Autonomie.
Statt dessen Selbst-Entfremdung, Identitätsverlust, Desorientierung, Verlust der Autonomie.
Mit der Hilfe archaischer Rituale ist es möglich, die symbiotische Verschmelzung zu lösen, die blockierte
Abgrenzung wieder zu installieren. Die Befreiung des "Inneren Raumes" und die Annäherung an das Selbst gehen
dabei in einem dramatischen Prozess Hand in Hand.
Durch die Verbindung mit dem eigenen "Selbst", den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen ist wieder eine
autonome Orientierung und Selbstregulation möglich.
Dieser Prozess setzt Kraft, Fröhlichkeit und Lebendigkeit frei. Schwere, Lähmung, Handlungsunfähigkeit
verlieren sich.