Newsletter September 2006
06.09.2006

Liebe Freunde!

Inhalte dieses Newsletters:


Linksverkehr

Zurück aus meinem ersten Urlaub in England...
beeindruckt von der Fröhlichkeit, der Freundlichkeit und der Toleranz der Menschen aus so vielen unterschiedlichen Ländern...
Der Linksverkehr, am Steuer eines Leihwagens!
Du hast immer das Gefühl, etwas grundlegend Falsches zu tun und gleich die Katastrophe zu erleben..
Und doch, wenn du diesem Gefühl nachgeben würdest, dann gäbe es die Katastrophe.
Erstaunlich, so unmittelbar zu erfahren, wie sehr wir doch von Gewohnheiten geprägt sind, - aber auch wie schnell wir uns umstellen können, wenn es erforderlich ist!


"Ordnungen des Hasses"

Gerade schreibe ich an einem Aufsatz über die "Ordnungen des Hasses". Hass und Mordfantasien sind angemessene Reaktionen bei seelischen und körperlichen Verletzungen. Wenn ich - als Kind - diese Gefühle und damit meine eigene autonome Wahrnehmung unterdrücke, als schuldhaft abwerte, dann bleibt auch meine Liebe blockiert und ich bin zerrissen, ohne Orientierung, verwirrt. Diese Dynamik wirkt wie eine FALLE und sie ist zentral bei der Entstehung aller "schweren" psychiatrischen Erkrankungen beteiligt. Sie ist aber auch für den "Wahnsinn der Normalität" (Arno Gruen) verantwortlich.
Eine wirkliche Versöhnung, das Wieder-Fließen der Liebe ist nur möglich, wenn der Klient diese Gefühle zulassen und ausdrücken darf.


Termine

14.-16. September: Der Weiterbildungskurs 2006/7 beginnt mit dem ersten Block.

22.-24. September: Bei den 2. Oldenburger Aufstellungstagen werde ich meine neuen Einsichten zum ersten mal vor einem fremden Publikum zur Diskussion stellen, ich bin schon sehr gespannt.

13.-15. November: In einem "Spezialseminar" für Aufsteller, Therapeuten und interessierte Klienten werde ich die Themen Symbiose, Autonomie, Destruktives Verhalten - "Ordnungen des Hasses" - theoretisch und praktisch erläutern.

Seminartermine und weitere Infos wie immer unter www.e-r-langlotz.de


Abschied

Am 25.7.06 habe ich mich von meiner 91-jährigen Mutter verabschiedet. Sie war eine starke Frau, wie eine Eiche, und für viele in ihrer Umgebung wichtig.
Bis zuletzt war sie wach, neugierig, staunend und dankbar.
Sie hinterläßt eine große Lücke.
Aber wie in der Natur:
die anderen Eichen, die bisher in ihrem Schutz und Schatten standen, sind nun Wind und Wetter, aber auch dem Licht und Wärme der Sonne direkt ausgesetzt.....

ES WIRD VIELLEICHT AUCH NOCH DIE TODESSTUNDE
UNS NEUEN RÄUMEN JUNG ENTGEGENSENDEN,
DES LEBENS RUF AN UNS WIRD NIEMALS ENDEN......
WOHLAN DENN HERZ, NIMM ANSCHIED UND GESUNDE!

Aus Hermann Hesse "Stufen"


Ich grüße Euch herzlich!

Robert Langlotz




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