In diesem Newsletter findet Ihr insbesondere:
Die Begegnung mit Irina Prekop und den Festhaltetherapeuten war für mich
sehr berührend und
fruchtbar. Irina's Anliegen ist es, durch Versöhnungsarbeit dahin zu wirken, dass die Liebe wieder
fließen kann, zwischen Mutter und Kind, aber auch zwischen Partnern. Es geht beim Festhalten offenbar
darum, sich auch negative Gefühle wie Zorn, Wut, Hass, Ärger im Kontakt zu sagen, ohne das
übliche Abbrechen des Kontaktes. Wenn es gelingt, auf diese Weise abgespaltene Gefühle wieder zu
integrieren, dann können die beiden Grundbedürfnisse nach Nähe und nach Autonomie verbunden werden.
Diese Überlegungen habe ich im folgenden Text formuliert:
LEBEN
STATT ÜBERLEBEN
Die meisten von uns haben als Kind gelernt, zu überleben.
Aber vielleicht konnten wir nicht
lernen, zu leben?!
Was macht LEBEN aus?
Dass ich meine beiden Grundbedürfnisse miteinander verbinden kann:
Wenn Eltern selbst nicht Kind sein konnten, dann können sie nicht Eltern sein, das heißt,
ihr Kind als Kind wahrnehmen, als ein Wesen mit eigener Identität, eigenen Gefühlen und Bedürfnissen.
Sie fühlen sich vielleicht durch die Vitalität ihres Kindes, durch seine intensiven Gefühle von Liebe
und Hass, Freude, Trauer und Wut bedroht, gefährdet. Dann glauben sie, ihr Kind dazu erziehen zu
müssen, sich anzupassen, so wie sie selbst sich anpassen mussten, z B. indem sie ihm damit drohen,
ihm ihre Liebe zu entziehen.
Um auf Nähe und Zuwendung der Eltern nicht verzichten zu müssen,
entwickeln Kinder Überlebensstrategien. Sie lernen, sich den Erwartungen und Bedürfnissen der
Eltern anzupassen.
Sie lernen, eigene Bedürfnisse und Wünsche zu unterdrücken, um zu ÜBERLEBEN.
Da sie selbst, ihre Lebendigkeit nicht leben gelernt haben, setzen sie die alten
Überlebens- und Anpassungs-Strategien fort.
Das ist eine entscheidende Ursache für
Beziehungsprobleme, Identitätsverwirrung, für seelische und körperliche Erkrankungen.
Die Zulus, ein afrikanischer Volksstamm, begrüßten sich früher mit den Worten ICH LEBE.
Das enthält beides: ICH sein können und LEBENDIG sein können. Das ist Voraussetzung für
Kraft und Kreativität, für eigene Würde und für die Achtung der Würde des anderen, für die Fähigkeit,
mit Freude und Liebe auf ein DU zugehen zu können
Ein Aufstellungs-Seminar gibt die Chance, mehr Leben ins Leben zubringen, mehr zum eigenen ICH zu
finden, eigene Gefühle und Bedürfnisse zu spüren und auszudrücken. Es ist ein Kurs in der KUNST,
ZU LEBEN.
Effizienzprüfung
Mit dem Selbstbeurteilungsfragebogen SCL 90 R haben wir bei 152 Seminarteilnehmern folgende
Ergebnisse feststellen können:
Besserung 78.9 %
Stagnation 11.8 %
Verschlechterung 9.2 %