Inhalte dieses Newsletters:
Das letzte Seminar war unglaublich intensiv. Und es tauchte Neues auf.
Bei traumatisierten Klienten ist es besonders wichtig, schonend vorzugehen. Manche Klienten sind so „offen“, dass bisweilen der P aravent als Abgrenzung erforderlich ist, damit der Klient nicht überflutet wird von Angst, damit er sich selbst überhaupt spüren kann. Geschützt durch diese „äussere Grenze“ kann er sich mit seinen Selbstanteilen verbinden. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Errichtung der „inneren Grenze“!
In einem besonders schwierigen Fall (ein Nazi versuchte bei Kriegsende seine ganze Familie zu töten), nahm ich als Repräsentanten keine Teilnehmer – um sie nicht mit einem derartigen Schicksal zu belasten - sondern Stühle. Da das für die Klientin immer noch zu belastend war, stellte ich den Paravent zwischen sie und die Stühle.
Auf den üblichen Klärungsprozess zwischen der Klientin und den Opfern und Tätern ihres Systems verzichtete ich. Eine Repräsentantin des „Schicksals“ sagte ihr sinngemäss: „dein Leben kommt durch deine Eltern, aber nicht von ihnen. Es kommt direkt von einer höheren Instanz und es ist von Anfang an unschuldig. Schuld und Leid der Eltern darfst du bei Ihnen lassen. Und du achtest das Leben, dass du von ihnen hast, indem du es vor ihnen schützt!“
Jetzt erst konnte sie sich mit dem Selbstanteil verbinden, der „sich unschuldig und frei“ fühlen kann. Sie kannte diesen Teil noch gar nicht!!!
Panikattacken
Eine Kientin litt unter Panikattacken, war deshalb bereits in stationärer psychiatrischer Behandlung.
Ihre Mutter hatte früh einen geliebten Bruder verloren, von dem sie sich nicht verabschieden konnte.
Die Aufstellung zeigte, dass das „starke“ Selbst der Klientin neben der Mutter stand – so als wolle sie der Mutter ihr Selbst „ausleihen“. Die Mutter stand „im Boot des verstorbenen Bruders“, war gar nicht präsent und bei sich selbst.
Und die Klientin – um der Mutter nahe zu sein? - stand ebenfalls „im Boot des verstorbenen Onkels“. Dort konnte sie ihr Selbst „nicht brauchen“ und stellte es „grosszügig“ ihrer Mutter zur Verfügung.
Sie war der Mutter „sehr nahe“, dadurch, dass sie mit der gleichen verstorbenen Person identifiziert war wie sie – und darüber noch symbiotisch mit der Mutter verschmolzen! Aber gerade deshalb war sie ihr „fern“, da sie nicht als Tochter der Mutter als Mutter begegnen konnte.
Eine bizarre Konstruktion!
Meine Vermutung: diese instabile Identität und die durch das Symbiosemuster blockierte und destruktiv gegen sich selbst gerichtete Aggression war verantwortlich für die Panikattacken.
Diese Hypothese ermöglichte ein gezieltes Vorgehen:
Entscheidend war die Auflösung der „symbiotische Vermischung“ mit der Mutter – und dem Onkel – um sich abgrenzen und wieder mit dem eigenen Selbst verbinden zu können.
Nach diesem Lösungsprozess war die Klientin frei von Panik.
Symposion Symbiose in System- und Strukturaufstellung
München 5./6.12.2009
mit Referaten und Workshops von Holm von Egidy, Hans-Peter Milling und mir. Es gibt noch Plätze! Mehr Infos auf der Homepage.
TERMINE
Weiterbildung 2010/2011
Grundkurs für Anfänger (8 mal 3-Tagesblöcke, Beginn 22.4.2010) und verkürzter Grundkurs für Aufsteller
(4 mal 3-Tagesblöcke, Beginn 29.4.2010). Die neuen Termine und weitere Informationen auf der Homepage!
Seminar Paris!
vom 29.-31.1.2010 werde ich in Paris ein Aufstellungsseminar haben, mit Dolmetscher. Anmeldung über Frau Samai Fossat: sfossat@orange.fr .
Details erfahrt ihr später. Es sind nur noch wenige Plätze frei, da schon 15 Interessenten vorgemerkt sind, also bitte rasch anmelden, bitte mit Kopie an mich praxis@e-r-langlotz.de
Seminar Magdeburg!
Am 3./4.Juli 2009 werde ich in Magdeburg, in der Akademie für Lebensarchitektur ein Aufstellungsseminar leiten. Einzelheiten folgen später!
Ich wünsche euch allen eine gute Zeit!
Robert Langlotz