Newsletter September 2009
30.08.2009
Liebe Freunde!
Liebe KollegInnen!


es gibt wieder Einiges zu berichten!


 

Die fünf Freiheiten

Die Freiheit, das zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist, anstatt was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.


Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke, und nicht das, was von mir erwartet wird.


Die Freiheit, zu meinen Gefühlen zu stehen, und nicht etwas vorzutäuschen.


Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche, anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.


Die Freiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, anstatt immer nur auf Nummer sicher zu gehen und nichts Neues zu wagen.


Holm von Egidy schickte mir kürzlich dieses Zitat von Virginia Satir, mit der Bemerkung: „Ich finde, da ist sehr klar und prägnant der nicht-symbiotische Zustand ausgedrückt. Das was möglich ist, wenn Selbst-Integration gelungen ist."
Ich kann ihm da nur zustimmen! Schön zu sehen, dass sich die systemische Selbst-Integration in guter Tradition befindet!
Virginia Satir gehört zu den Pionieren der Familientherapie und hat bereits eine Art von Familienaufstellung - sie nannte es Familienrekonstruktion - praktiziert.



Hanna Somatic Education


Hier ein Hinweis auf eine noch wenig bekannte physiotherapeutische Methode, deren Wirkung ich kürzlich durch Beate Hagen persönlich erfahren konnte. Auf ihrer Homepage www.sensomotorics.de schreibt sie selbst dazu:


Sensomotorics
Die Grundlage von Sensomotorics ist „Hanna Somatic Education", eine Methode, die Prof. Dr. Thomas Hanna (USA) basierend auf der Arbeit von Moshe Feldenkrais entwickelte. Sensomotorics eröffnet neue Wege der Heilung orthopädischer, neurologischer und psychosomatischer Leiden. Wenn man die Ursache erkannt hat kann man den Schmerz dauerhaft beheben.


Grundlage
Thomas Hanna hat herausgefunden, daß Streß zu reflexartigen Verkrampfungen führt, die wir nicht mehr auflösen können. Unsere Muskeln sind auf Festhalten programmiert und haben das Loslassen verlernt. Steifheit, Schmerz, Atemeinschränkung, Erschöpfung, Bluthochdruck und Kreislaufstörungen sind die bekanntesten Folgen dieses verhängnisvollen Zustandes.
Sensomotorics stellt die Kommunikation von Muskeln und dem bewußten Teil des Gehirns wieder her, baut neuromuskulären Stress ab und macht Wirbelsäule und Gelenke wieder mobil. Das ist ein Verjüngungsprozess, der in jedem Alter möglich ist!
Für alle Streßgeplagten ist Sensomotorics der ideale Weg, wieder zur Ruhe zu kommen und mit weniger Anstrengung mehr zu erreichen.


Was mich besonders fasziniert - und weshalb ich Euch auf diese Methode hinweisen möchte - ist die Behandlungsstrategie:
Verspannte und verkürzte Muskeln werden gewöhnlich durch Dehnung - „stretching" - behandelt. Hier wird der entgegengesetzte Weg beschritten:
Der Klient betätigt zunächst den Gegenspieler (Antagonisten) des verkürzten Muskels und stellt so dessen Bewegungseinschränkung fest. Dann spannt er den betroffenen Muskel leicht gegen Widerstand an - mit Gefühl! - danach erst dehnt der Behandler den betroffenen Muskel sanft. Nachdem er das mehrmals wiederholt hat, fordert er den Klienten auf, nun seinerseits den Gegenmuskel (Antagonisten) anzuspannen. Und erstaunlicherweise ist dessen Bewegungsfreiheit inzwischen gewachsen!
Diese Vorgehensweise erinnert mich an die paradoxe Intervention, bzw. an das Prinzip, ein Symptom nicht zu bekämpfen, sondern es zunächst zu verstärken (Mindell, Prozessorientierte Psychologie).
Ich verwende es auch beim Familienstellen. Wenn z.B. ein Klient einen innere Widerstand dagegen hat, die symbiotische Verschmelzung mit einem Partner zu lösen ist, dann beschreibe ich dem Betroffenen „genüsslich" die „Vorzüge" dieser Symbiose, und erwähne nur ganz am Rand den Preis, den er dafür zu zahlen hat, weswegen er ja zur Aufstellung gekommen ist! Ich bestärke ihn sozusagen zunächst in seinem Widerstand, bis er einen eigenen Impuls hat, dies Muster zu lösen.
Hüft- und Kniebeschwerden haben wahrscheinlich darin ihre Ursache, dass wir nicht mehr den natürlichen wiegenden Gang haben, dass wir unser Becken steif machen - vielleicht unbewusst, um unsere erotische Ausstrahlung zu unterdrücken?
Jedenfalls war es für mich sehr überraschend, dass meine Knieschmerzen sofort verschwanden, als ich Becken und Hüften mehr „schaukeln" liess und dabei blieb - auch wenn es bei meiner Frau Lachkrämpfe auslöste!
Der Druck kollektiver Normen!


Persönliche Bitte

Ich habe Euch bereits auf das Symposion 5./6.Dezember 2009 hingewiesen, das ich zusammen mit Holm von Egidy und Hans-Peter Milling veranstalte.
Bisher haben wir erst 15 Anmeldungen.
Ich weiss, dass viele dazu neigen, sich erst „im letzten Augenblick" anzumelden. Das ist für mich als Veranstalter desaströs, da ich nur bis Anfang Oktober die Miete des Eden Hotel Wolff stornieren kann, danach muss ich selber für die Kosten aufkommen.
Deshalb meine Bitte an Euch: wenn ihr vorhabt, teilzunehmen, meldet euch bitte bald an! Und wenn Ihr Therapeuten kennt, die sich für das Thema interessieren könnten, weist sie bitte auf das Symposion hin.
Mehr Infos auf der Homepage.


TERMINE


Supervision
Nächster Supervisionskurs ist 17.-19. September. Honorar € 300 inkl. MWst. Für Lizenznehmer ermässigt sich das Honorar um die Lizenzgebühr auf € 150 inkl. MwSt.
Bitte bis 1.September anmelden!


Weiterbildung 2010/2011
Die neuen Termine und weitere Informationen auf der Homepage!


Aufsteller-Tagung in Paris
Ich werde bei einem Aufstellertreffen in Paris am 12./13. September meine Arbeitsweise vorstellen. (www.lienspsy.com) Wenn es genug Interesse gibt, werde ich 2010 ein Therapieseminar in Paris anbieten.


DGFS-Tagung in Wuppertal
Die deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen wird am 31.10./1.11.2009 in Wuppertal einen Kongress abhalten, viele erfahrene Systemaufsteller werden dabei sein. (www.dgfs-kongress2009.de)
Auch ich werde teilnehmen und meine Arbeit vorstellen.

Kollegialer Austausch
Do. 17.09.2009 20h,
bitte vorher telefonisch anmelden!


Ich grüße Euch alle herzlich!

 

 

Robert Langlotz




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