Umzugstermin
Wenn alles klappt, werden wir am 22.9. die neuen Räume in der Karlstr. 44 beziehen!
Telefon und Fax-Anschluss geht mit.
Flohmarkt
Da die neuen Räume kleiner sind, muss ich mich - schon wieder - von einigem trennen. Wer Interesse hat, an den grossen Steinen -
gratis - oder an den Musikinstrumenten - kleine Saiteninstrumente ab 25 € bis zur grossen indischen Sarangi (ca. 250 €) - kann sich in den ersten zwei
Septemberwochen melden.
Platon als Familienherapeut
Dieser Text von Platon wurde mir
zugetragen. Ich bin noch auf der Suche nach der genauen Quellenangabe!
Einesteils erstaunt die präzise Beschreibung familiärer Beziehungsstörungen.
Fast scheint es als habe er bei Kollegen Winterhoff (letzter Newsletter) abgeschrieben.
Oder umgekehrt?
Andrerseits, wenn bereits damals, im "goldenen Zeitalter" der griechischen Klassik, solche Klagen zu hören waren, dann müssen auch wir nicht die
Hoffnung verlieren........
"wohl an, denn lieber freund, wie steht es mit der demokratie?
ist es nicht so, dass sich die demokratie selber aufloest durch eine grosse unersaettlichkeit in der freiheit? wenn sich die vaeter daran gewoehnen, ihre kinder einfach gewaehren und laufen zu lassen, wie sie wollen und sich vor ihren erwachsenen kindern geradezu fuerchten, ein wort zu reden: oder wenn die soehne schon so sein wollen wie die vaeter, also ihre eltern weder scheuen noch sich um ihre worte kuemmern, sich nichts mehr sagen lassen, um ja recht erwachsen und selbstaendig zu erscheinen.
und auch ihre lehrer zittern bei solchen verhaeltnissen vor ihren schuelern und schmeicheln ihnen lieber, statt sie sicher und mit starker hand auf einen gerdaen weg zu fuehren, so dass die schueler sich nichts mehr aus solchen lehrern machen. ueberhaupt sind wir schon so weit, dass sich die juengeren den aelteren gleichstellen, ja, gegen sie auftreten in wort und tat. die alten aber setzen sich unter die jungen und suchen sich, ihnen gefaellig zu machen, indem sie ihre albernheiten und ungehoerigkeiten uebersehen oder gar daran teilnehmen, damit sie gar nicht den anschein erwecken, als seien sie spielverderber oder auf autoritaet versessen.
auf diese weise wird die seele und die widerstandskraefte der jungen allmaehlich muerbe. sie werden aufsaessig und koennen es schliesslich nicht mehr ertragen, wenn man nur ein klein wenig unterordnung von ihnen verlangt. am ende verachten sie dann auch die gesetze, weil sie niemand und nichts mehr als herr ueber sich anerkennen wollen. und das ist der schoene, jugendfrohe anfang der tyrannei."