Newsletter Oktober 2007
26.09.2007
Liebe Freunde!
Liebe KollegInnen!


Inhalte dieses Newsletters:
  • Das „Selbst" in Systemaufstellungen
  • Die zwölf „persönlichen" Grundrechte
  • Therapieseminare und Weiterbildung 2008
  • Termine

Ich hätte nicht gedacht, daß nach der kollektiven Symbiose so bald ein neues und zugleich so wichtiges Thema auftaucht, das für mich fast so etwas wie der Schlußstein eines Gewölbes bedeutet:
Das „Selbst" in der Systemaufstellung
Da so viele unserer Klienten als ihr Anliegen eine Störung des „Selbst" -Bewußtseins, -Gefühls, -Wertes angeben, davon sprechen, ihren eigenen Platz nicht zu kennen, sich selbst verloren zu haben usw., kam ich auf die Idee, das „Selbst" aufstellen zu lassen.
Und ich war überrascht, wie weit die meisten ihr „Selbst" entfernt von sich aufstellten, als seien sie von ihm getrennt. Und daß sie oft Scham oder Ekel oder gar Hass auf ihr „Selbst" verspüren,
Als störe es sie dabei, „zu funktionieren!"
Auch das „SELBST" hat oft zunächst überhaupt kein Interesse an dem „Ich". Merkwürdigerweise ändert sich das in dem Maße, wie der Klient seinen Abgrenzungsprozeß vollzieht. Je mehr er seinen „Inneren Raum" frei macht von dem fremden, was ihn „besetzt", umsomehr fühlt das „Selbst" sich von ihm angezogen und ist bereit, ihn bei seinem Prozeß zu unterstützen - falls es erwünscht ist. So wird das Selbst geradezu zu einem Indikator des Abgrenzungsprozesses, spürt, welche Schritte noch erforderlich sind. Und gerade bei denen, die sich so verzweifelt schwer aus der Verschmelzung mit der Mutter lösen können, als hätten sie dann überhaupt keine Identität mehr, erscheint das Selbst als eine attraktive Alternative.
Mehr zu dem Thema auf der Homepage.

Eine Klientin brachte mir diese „zwölf persönlichen Rechte" - des „Selbst"??. Sie hatte sie in den 60ern aus „Brigitte" herausgerissen und in der Küche aufgehängt. Sie unterstützten sie dabei, sich abzugrenzen, sich „selbst" treu zu bleiben.
Ich finde sie sehr treffend formuliert, gerade als Unterstützung gegenüber den „ungeschriebenen Gesetzen" einer kollektiven Symbiose! Vielleicht weiß jemand von Euch, wird der Autor ist?

Die zwölf persönlichen Rechte

1. Du hast das Recht, dein Verhalten, deine Gefühle und deine Gedanken selber zu beurteilen, und brauchst dich dafür weder zu rechtfertigen noch zu entschuldigen.

2. Du hast das Recht, deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse ebenso ernst zu nehmen wie die anderer Menschen.

3. Du hast das Recht, Fehler zu machen und die Folgen zu tragen.

4. Du hast das Recht, anderen eine Bitte abzuschlagen, ohne dich schuldig zu fühlen und für egoistisch zu halten.

5. Du hast das Recht, deine Meinung zu ändern.

6. Du hast das Recht, „unlogisch" zu sein.

7. Du hast das Recht, selber zu entscheiden, ob du das, was dir andere als Fehler vorwerfen, ändern willst.

8. Du hast das Recht selber zu beurteilen, ob du für die Lösung der Probleme anderer Menschen mitverantwortlich bist.

9. Du hast das Recht, Fragen nicht zu beantworten.

10. Du hast das Recht zu sagen: „Ich verstehe nicht".

11. Du hast das Recht zu sagen: „ich weiß nicht", wenn andere sagen: „Was wäre, wenn alle so dächten wie du?"

12. Du hast das Recht, nein zu sagen, ohne dieses Nein zu begründen.


Therapieseminare und Weiterbildung 2008/2009
findet Ihr ab sofort auf der Homepage! Der nächste Weiterbildungskurs 2008/2009 ist mit 8 Blöcken ab Mai 2008 geplant.


Ich habe die Honorare etwas erhöht, die Arbeit ist intensiver und aufwendiger, aber auch noch wirksamer geworden.


Termine
Der Weiterbildungskurs 2007/2008 hat gerade mit 18 Teilnehmern begonnen.

Verkürzter Grundkurs 2007/2008 für ausgebildete Aufsteller in drei Blöcken beginnt 7.-9.11.07, es sind noch Plätze frei.

Supervisionsblock 10.-12.10.07
Für die, welche bei mir Ausbildung gemacht haben, - aber auch für andere - ist das eine gute Möglichkeit, eigene Klienten aber auch eigene Anliegen einzubringen, eigene Erfahrungen mitzuteilen und die neueste Elemente des „initiatischen" Systemaufstellens kennenzulernen - „upzudaten"! Es gibt noch Plätze!

Ich wünsche Euch allen einen reichen Herbst!

Herzlich,
Euer Robert Langlotz




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