Videos:
Systemische Selbst-Integration und Lösung von Traumata

LINKS ZU DEN TRAUMA-VIDEOS

(Die Links zu den Videos folgen in Kürze)

Trauma-Video 1

Einführung in das Konzept der Trauma-Aufstellungen. Gruppen-Ritual Achtung für das „Größere Ganze“, dessen Teil wir sind.

Trauma-Video 2

Problem: Verlustängste. Trauma 1: mit zwei Jahren von Großeltern getrennt. Trauma 2: mit 7 Jahren von überforderter Mutter abgewiesen.

Trauma-Video 3

Problem: kein beruflicher Erfolg. Trauma: übernommenes Verlusttrauma der Großmutter (verlor in Schlesien ihr geliebtes Haus).

Trauma-Video 4

Problem: „Ungeborgenheit“: Trauma: Genitale Verletzung als Neugeborene.

Trauma-Video 5

Problem: „Verliere den Boden unter den Füssen“.
Trauma 1: totgeborene Schwester. Trauma 2: mit fünf Jahren fast gestorben.

2. WARUM BEI VIMEO

Bisher habe ich alle Texte, Newsletter, Anleitungen zum „Do it Yourself“ und Videos kostenlos zu Verfügung gestellt, um diese neuen Erkenntnisse zu verbreiten, da ich sie nicht als „mein Eigentum“ verstehe. Die Herstellung dieser professionell angefertigten Videos war jedoch mit viel Aufwand verbunden (kräftemässig und finanziell) und ich merke, dass ich energetisch an eine Grenze komme. Ein „Energie-Ausgleich“ ist erforderlich. Daher habe ich die Trauma-Videos bei Vimeo eingestellt. Dort sind die Videos gegen Entgelt zu sehen.

Trauma- Video 1 ist gratis, und ist auch bei Youtube vollständig zu sehen. Von den anderen Videos ist bei Youtube nur der Anfang zu sehen, bis zu der Stelle, an der KlientIn das blockierende Trauma erkennt. Um die Lösung zu sehen, müsst ihr über diese Seite auf Vimeo gehen. Dort sind alle Videos vollständig zu sehen.

Ihr habt die Wahl jedes der Videos zeitlich beschränkt auf 24h zu sehen für 4 €, oder zeitlich unbeschränkt („kaufen“) für 8 €. Wenn ihr alle Trauma-Videos sehen wollt, kostet das € 10. wenn ihr sie „kauft“, kostet das einmalig 20 €.

3. EIN INNOVATIVES TRAUMAKONZEPT

(Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie!)

In den letzten zehn Jahren ist eine neue Form der System-Aufstellung entstanden: die SYSTEMISCHE SELBST-INTEGRATION1: Sie hat sich als ein geeignetes Verfahren erwiesen, um alle Aspekte des verbreiteten Symbiosemusters sichtbar zu machen, und zu lösen. Dabei zeigt sich: das Symbiosemuster ist die eigentliche Ursache aller Beziehungs- und Befindlichkeitsprobleme, einschliesslich der psychiatrischen „Erkrankungen“ wie Depression, Ängsten, Eßstörungen und psychotischen Reaktionen. Sie ermöglicht auch ein INNOVATIVES TRAUMAKONZEPT2,

TRAUMA ALS INTROJEKT

In den Trauma-Aufstellungen wird deutlich, dass das Trauma erst dadurch seine Wirkung entfaltet, dass es als etwas Eigenes verinnerlicht wird und so die Verbindung zum Selbst blockiert. Das bezeichnet man als Trauma-Introjekt. Dies Phänomen eines Trauma-Introjektes entspricht den Beobachtungen der Hirnforschung: das Gehirn speichert ein schmerzliches Ereignis zusammen mit den Trauma-Gefühlen von Todesangst, Verlassenheit, Ohnmacht und mit den Bewältigungsstrategien: Selbst-Abspaltung und Dissoziation. Diese unbewusste Konditionierung hat eigentlich den Zweck, eine Wiederholung des Traumas zu vermeiden. Tatsächlich wird dadurch das Trauma jedoch festgehalten, so sodass die KlientIn es irrtümlich als ein Teil der eigenen Identität („Introjekt“) erlebt.
Die Folgen:

  • Die Verbindung zur eigenen wahren Identität („Selbst“) ist blockiert. Das Gefühl für Ich-Kongruenz geht verloren. Getrennt von ihrem „erwachsenen“ Selbst bleibt die KlientIn in der „Opferrolle“ des hilflosen Kindes gefangen.
  • Die Verinnerlichung eines Ich-fremden Introjektes erschwert die Unterscheidung zwischen „Ich“ und „Nicht-Ich“ und damit auch die Abgrenzung. Das erklärt die geschwächte Widerstandsfähigkeit gegenüber Verletzungen („Resilienz“) bzw. eine erhöhte Verletzbarkeit (Vulnerabilität).
  • Ist die Abgrenzung blockiert, sozusagen der „gesunde“ Kanal für das Aggressionspotential, dann staut sich sich die Aggression, und sucht sich andere Kanäle. Sie wird destruktiv und richtet sich gegen das Selbst.

Die KlientIn kann sich schlecht abgrenzen, fühlt sich falsch, schwach und hilflos und ist anfällig für weitere Traumata.

DIFFERENZIERUNG…

Eine Trauma-Aufstellung nach Langlotz ermöglicht der KlientIn eine präzise Unterscheidung (Differenzierung!) zwischen einem Trauma-Ereignis von damals und der Identität heute. So wird das Trauma als „ich-fremd“ und als „lange vorbei“ erkennbar. Es wird damit als „Introjekt“ bewusst und kann gezielt aus dem „Eigenen Identitäts-Raum“ entfernt werden. Überraschenderweise spürt KlientIn dabei oft einen massiven emotionalen Widerstand! So als hätte das Trauma Halt oder Sicherheit gegeben! Das kann als Ausdruck der Konditionierung durch das Trauma verstanden werden.

UND ABGRENZUNG

Durch die Entfernung des Trauma-Introjektes und durch die Abgrenzung wird die Blockade gelöst und die „Selbst-Integration“ kann gelingen: die Identifizierung mit dem eigenen unzerstörbaren(!) erwachsenen Selbst-Anteil, welcher fähig ist, das kindliche Selbst zu trösten („Das Schlimme ist schon lange vorbei!“) und hier und heute zu schützen. Erstaunlicherweise ist sowohl das „erwachsene Selbst“ als auch das „kindliche Selbst“ unbeschädigt.

Bisher zeigte sich in allen Aufstellungen: Die Trauma-Symptome resultieren alleine aus der Blockade der Selbst-Anteile durch die gespeicherten „Introjekte“ Trauma und die ebenfalls gespeicherten Trauma-Gefühle und Überlebensstrategien: Selbst-Abspaltung und Dissoziation. Die Selbst-Anteile waren durch das Trauma nicht „verletzt“, sie sind tatsächlich unverletzbar, und müssen deshalb auch nicht geheilt werden. Was durch Trauma verletzt wurde, ist die Struktur: Abgrenzung, Grenze und damit Selbst-Verbindung. Traumatherapie bedeutet daher die Struktur zu heilen.

VOM PROBLEM ZUM BLOCKIERENDEN TRAUMA

Aus diesem Trauma-Konzept wurde ein besonderes FORMAT entwickelt, welches erlaubt, bei einem Problem das spezifische Trauma zu entdecken, das das Problem verursacht hat. Wird dies Trauma erkannt, und bearbeitet, dann verschwindet auch das Problem.

Dies Konzept beruht auf drei Annahmen:

  • Zu unserer „Grundausstattung“ gehört ein SELBST, das einzigartig und einmalig ist. Es hat seinen Wert in sich, unabhängig davon ob es etwas leistet.
  • Wenn wir mit diesem SELBST verbunden sind, wenn wir ganz bei uns selbst sind, dann gibt es keine unlösbaren Probleme.
  • Wenn wir ein unlösbares Problem haben, dann zeigt das, dass wir nicht verbunden sind mit DEM Teil unseres Selbst, der dies Problem lösen könnte, weil ein „Blockierendes Element“ diese Verbindung behindert.

Die KlientIn stellt zunächst sich, ihr SELBST und das Blockierende Element auf. Um zu spüren, wodurch die Blockade ausgelöst wurde, stellt die KlientIn das Blockierende Element aus ihrem Raum und geht selber auf den Platz des „Blockierenden Elementes“. Dabei tauchte bisher immer ein – eigenes oder übernommenes – Trauma auf, das ihr bisher nicht als Ursache ihres Problems bewusst war. Das kann durch die Aufstellung gezielt behandelt werden, sodass es zu einer raschen und anhaltenden Lösung des „Problems“ kommt.

Bei einem übernommenen Trauma wird häufig ein weiteres „Introjekt“ deutlich: Die geliebte Bezugs-Person, deren Trauma die KlientIn übernommen hat – aus einem kindlichen Gefühl von Liebe! Daher fühlt sich das Loslassen des Traumas verboten an, wie „Verrat“ an dieser geliebten Person!

MEHRFACH-TRAUMATISIERUNG

Bei manchen KlientInnen wird nach einer Trauma-Aufstellung deutlich, dass sie noch ein – oder mehrere – weiteres Trauma-Introjekt haben, das dann auch noch in dieser Weise entfernt werden kann. Die Situation dieser mehrfach Traumatisierten kann beschrieben werden als ein Garten, dessen Grenzen brüchig sind und der durch mehrere Minen vermint ist. Wenn die GartenbesitzerIn durch ihren Garten geht, muss sie sehr aufpassen, dass sie nicht auf eine Mine tritt. Traumatherapie heisst dann, die Minen sorgfältig entfernen und den Gartenzaun wieder abzudichten. Dann kann sich die Gärtnerin wieder entspannt in ihrem Garten bewegen, ohne befürchten zu müssen, dass eine Mine hochgeht.

Das neue Trauma-Konzept ermöglicht eine „minimal invasive“ Trauma-Therapie, die rasch und anhaltend wirkt. Im Körper gespeicherte heftige Gefühle können sich entladen. Ein nochmaliges „Durcharbeiten“ des Trauma-Geschehens, welches zur erneuten Traumatisierung führen kann, erweist sich als überflüssig.

DO IT YOURSELF

Es gibt auch eine Anleitung zum Do it Yourself. Einzelne Betroffenen haben – in eigener Verantwortung – diesen Lösungsprozess im „Do it yourself“-Verfahren bereits mit Erfolg durchgeführt.

https://www.e-r-langlotz.de/systemische_familientherapie/familientherapie_diy_blockierendes-element.php

 

1 E.R. Langlotz: Symbiose in Systemaufstellungen, 2015, Springer-Verlag
2 E.R.Langlotz: Aufstellungsarbeit als Traumatherapie. Trauma-Introjekt und Selbst-Integration. In Praxishandbuch Aufstellungsarbeit (Herausgeber Christian Stadler und Bärbel Kress) Springer (erscheint demnächst)