Inhalte dieses Newsletters:
Dire Adieux
Kürzlich, in Toulouse blätterte ich im Telefonbuch und fand den Nachnamen meiner ersten Freundin, die ich seit 45 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Für den Vornamen stand nur F, der erste Buchstabe. Wir waren damals sehr eng – zu eng. Und wir konnten uns beide nicht richtig von einander verabschieden. Ich überwand ein inneres Zögern und rief an....eine Stimme meldete sich, sie klang männlich!?
„Je suis Robert Langlotz...cést Francoise?“ Pause „Tu es Ernst-Robert???“
Wir verabredeten uns in ein Restaurant.
Ich besorgte einen Strauss Rosen – gelb – und begegnete einer alten Frau, humpelnd am Stock, aber immer noch aufrecht, mit ihrem markanten Indianergesicht. Sie erwähnte nur kurz das Schwere, das sie erlebt hatte: Depressionen, kurze unglückliche Ehe. Für mich war es schön, in ihr noch etwas von der Francoise zu finden, die ich damals so geschätzt hatte. Und das konnte ich ihr sagen.
Nach dem Besuch hat sie mir einen sehr anrührenden Brief geschrieben. Sie habe immer geglaubt, dass ich noch einmal komme, aber nach 45 Jahren Schweigen habe sie nicht mehr damit gerechnet.
Sie habe sich sehr gefreut.
Sie wisse, dass das Vergangene vergangen ist.
Und dass es gut so war, wie es war.
Aber durch meinen Besuch fühle sie sich jünger, und …grösser.
Sie hat sich sehr bedankt.
Auch ich bin froh, sie besucht zu haben – nach 45 Jahren!
Die Schamanen würden sagen: wir haben uns gegenseitig die Seelenanteile zurück gegeben, die wir noch voneinander bei uns hatten.
Archaische Kollektive
Der neue Weiterbildungskurs hat gut angefangen. 15 Teilnehmer aus sehr unterschiedlichen Berufsgruppen. Es gab sehr tiefe Aufstellungen. Einige hatten einen bäuerlichen Hintergrund, aus Österreich, Bayern, aus der Vulkaneifel(!). Und es wurde deutlich, wie stark dieses archaische Kollektiv seine Mitglieder bindet: Jeder stellte sein Eigenes zurück, um das Ganze, den Bauernhof zu erhalten, den die Familie vielleicht schon seit Jahrhunderten bewirtschaftet hatte. Alle identifizierten sich mit dem Hof – bisweilen trugen sie sogar seinen Namen! Da ist es selbstverständlich, dass der Platz eines Gestorbenen sofort ersetzt wurde: wenn der Vater starb, dann musste die Ehefrau oder der älteste Sohn den Traktor fahren, auch wenn er vielleicht erst 14 Jahre alt war. Es ging buchstäblich ums Überleben.
Das ist natürlich das Muster einer kollektiven Symbiose, aber ganz offen und daher nicht so destruktiv wie die unbewussten, verschleierten Identifikationen mit Verstorbenen, die wir sonst finden. Dennoch ist es für diese Menschen nicht leicht, sich von dem seit Jahrhunderten tradierten Symbiose-Muster der „Selbst-losigkeit“ zu lösen und sich auf einen mehr selbstbestimmten „Modus“ umzustellen. Im Newsletter Oktober 2009 / II habe ich unter „Generationenkonflikt“ ein Fallbeispiel dazu gebracht.
BLAEK streicht Anerkennung als Fortbildung
Die Bayerische Landes-AErzte-Kammer hat bisher meine Therapie und Weiterbildungsseminare als Fortbildung anerkannt. Eine neue Sachbearbeiterin recherchierte auf meiner Homepage und stiess auf die schamanischen Rituale. „Das sei keine wissenschaftlich anerkannte Methode und deshalb......“
Schade.
Ich habe Widerspruch eingelegt, mal sehen.
Orientalischer Sommernachtstraum
Unter dieser Überschrift läd meine Frau Astrid Masannah zu einem Somerfest am Freitag, 23.7.2010 im Eine-Welt-Haus ab 19:30 Uhr. Mehr unter www.masannah.de
QiGong mit Steffen Uhlig
Mein Freund Steffen Uhlig, selbst gelernter Physiker und Unternehmer "im Ruhestand" unterrichtet Qigong und berät Unternehmer zu fachlichen und persönlichen Problemen.
"QiGong-Übungen schaffen innere Harmonie, ermöglichen den Aufbau neuer Energie und fördern den energetischen Fluß (Qi-Fluß). Das gilt für den Geist (Shen) in gleicher Weise wie für den Körper. Es ist eines der Geheimnisse der Qigong-Übungen, dass mit ihnen ein kontinuierlicher Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Yin und Yang einhergeht."
Ich wünsche Euch allen einen schönen Sommer – jetzt ist er da!
Herzlich euer
Robert Langlotz