systemische selbstintegration MÜNCHEN
Newsletter Dezember 2009 / II
09.12.2009
Liebe Freunde!
Liebe KollegInnen!


Inhalte dieses Newsletters:


Liebe Freunde, liebe KollegInnen!
Nun gibt es doch noch einen zweiten Newsletter im Dezember!

Symposion

Am 5./6.12.2009  fand das Symposion zum Symbiosethema mit zwei Referenten statt. Die 25 Teilnehmer und wir waren gleichermassen zufrieden und bereichert.
Holm von Egidy hat den Begriff des Selbst philosophisch ausgeleuchtet und hat u.a. eine sehr berührende Aufstellung zur Begegnung mit dem 7-jährigen „inneren Kind“ gezeigt.
Hans-Peter Milling machte uns  sehr plastisch an Hand von Zeichnungen deutlich, wie sehr in Beziehungen beide Partner noch mit  den Eltern als Schattenfiguren verbunden – und von ihrem inneren Kind getrennt sind. Und wie Partnerbeziehungen dadurch belastet sein können bis zum Zerbrechen.
Er überraschte uns alle mit einer Aufstellung zur Partnerproblematik. Er wählte 10 Teilnehmer aus, die er zunächst nicht benannte und die selbst („autopoietisch“) ihren richtigen Platz finden konnten. Wir alle waren zunächst verwirrt, die Stellvertreter suchten und fanden ihren Platz und als dann ihre Identitäten offen gelegt wurde – die Partner, ihre Eltern und zu jedem ein Selbst und bisweilen ein „inneres Kind“ - , waren die Bewegungen und die neue Konstellation recht stimmig. Virtuos arbeitete Hans-Peter an den verschiedenen Aspekten dieser „Grossbaustelle“ mit Abgrenzungs- und Rückgaberitualen. Am Schluss war die Klientin deutlich klarer und gestärkt.
Ich hatte Gelegenheit mit einem Teilnehmer seine posttraumatische Phobie mit den bekannten Elementen Selbst und Grenze zu untersuchen. Es zeigte sich, dass ein Paravent zwischen Ihm und dem Objekt seine Angst verstärkte! Er wollte buchstäblich das traumatisierende Objekt nicht aus dem Blick lassen, offenbar aus der Illusion heraus, es so kontrollieren und eine erneute Verletzung verhindern zu können. Seinen „unbeschwerten und unbefangenen“ Selbstanteil empfand er als gefährlich, so als würde er dadurch an seiner Kontrolle gehindert. Diese „Bewältigungs-Strategie“ trennte ihn also von seinem unbeschwerten Selbst und „fesselte“ ihn gleichzeitig umso mehr an das traumatisierte Objekt – ein Teufelskreis!
Die Illusion, durch Kontrolle sein Schicksal beeinflussen zu können, war offenbar der krank machende Glaubenssatz!
Zur Lösung war es wichtig, dass er sich vor seinem „Schicksal“ - vor dem Unabänderlichen - verneigte mit den Worten: „Ich kann dich nicht kontrollieren. Wo immer du mich hinführst, ich stimme dem zu.“
Das fiel ihm ersichtlich sehr schwer! Aber danach konnte er sich mit beiden Selbstanteilen verbinden, sich von ihnen seine „Selbst-Energie“ zurückhauchen lassen. Er bemerkte , wie sich Spannungen im Körper und im Hals zum ersten Mal lösten. Und das Trauma-Objekt wurde unwichtig. Er konnte den „Paravent des Vergessens“ dazwischen stellen. Was vorbei war, durfte vorbei sein.
(Siehe auch Fallbeispiel posttraumatische Belastungsstörung auf der HP)

Ich bin sehr glücklich, dass das Symposion ein voller Erfolg war und ich kann mir gut ein zweites Symbiose-Symposion in zwei Jahren vorstellen!

Paradies
Einer zukünftigen Weiterbildungsteilnehmerin verdanke ich den folgenden Hinweis: das Wort ’Paradies’ geht zurück auf ,Pairi-daeza', altpersisch für "eine Mauer, die einen Garten umschliesst".
Ist das nicht eine schöne Analogie zu dem Bild vom geschütztem inneren Raum als Voraussetzung für die Entfaltung des Selbst? Und die beiden Cherubim, die diesen Garten beschützen, sind mindestens so kraftvoll wie ein schamanisches „Krafttier“!

Termine
Aufstellungsseminare Paris und Magdeburg
PARIS: 29.-31.1.2010, Anmeldung über: Samai Fossat,
sfossat@orange.fr
www.lienspsy.com
LiensPsy
Institut Européen des Nouvelles Solutions en Psychologie
Supéry, F - 09420 RIMONT
05 61 96 38 77

MAGDEBURG: 3./4.Juli 2010, Anmeldung über Beate Hieber
Akademie für LebensArchitektur
Gellertstraße 13
39108 Magdeburg
T: 0391 505 82 52
Mail: beate@lebensarchitektur.biz
www.lebensarchitektur.biz


Euch allen wünsche ich eine Zeit des Stillwerdens, der Freude und des Wachsens!

Robert Langlotz


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