systemische selbstintegration MÜNCHEN
Newsletter Dezember 2009
25.11.2009
Liebe Freunde!
Liebe KollegInnen!


Inhalte dieses Newsletters:



das Jahr nähert sich dem Ende.

Die grosse Katastrophe, die viele vorausgesagt haben, ist glücklicherweise nicht eingetreten. Die Krise nimmt einen milderen Verlauf als erwartet. Manche wollen schon zurück zum "business as usual". Unser aller Aufgabe sehe ich darin, nach den tieferen Ursachen zu suchen für diese kritische Entwicklung, bei uns selbst, aber auch im "System". Das System mit seinen "Experten" und "Sachzwängen" hat genau die Eigengesetzlichkeit (Autonomie), die wir ihm zusprechen, indem wir auf unsere eigene Autonomie verzichten!

In den Aufstellungen wird deutlich, wie weit viele Teilnehmer von ihrem Selbst, von ihrer Autonomie entfernt sind.

Wagen wir unsere eigene Autonomie!

Wagen wir den klaren Blick auf die Realität, auch wenn dadurch unsere Illusionen, unsere Wünsche nach Harmonie und Idylle schwinden.

Um den eigenen Blick für Manipulationen und Abhängigkeiten in unserem Systems zu schärfen, scheint der Bestseller von Wieczorek geeignet: „die verblödete Republik“. Auch wenn die Wortwahl bisweilen etwas derb ist!

 

"ich funktioniere nur noch"oder
"Verlust von Seelenanteilen"

Eine ca. 45-jährige Frau kommt zur Aufstellung, fix und fertig, verbittert. Ihre Beziehung droht zu scheitern. Immer habe sie sich für den Partner, für die Kinder eingesetzt. Jetzt könne sie nicht mehr.

Meine erste Hypothese: sie war mit ihrer Aufmerksamkeit mehr bei den Bedürfnissen der Anderen, war nicht bei sich.

Ich hatte schon begonnen, ihr Gegenwartssystem aufstellen, um ihre Beziehungen auf Symbiose zu untersuchen. Die Stellvertreter standen beziehungslos nebeneinander, eine schwere Wolke hing über allen.

Da erinnerte ich mich, dass sie beiläufig von einer ersten grossen Liebe gesprochen hatte, von der sie sich nie verabschieden konnte. Dieser Mann hatte eine sehr geliebte Schwester tragisch verloren.

Mir kam das Bild: ist sie mit dieser Schwester identifiziert? Wollte sie ihm diese Schwester ersetzen? Hat sie das daran gehindert, Partnerin für ihn - und für ihren späteren Partner zu sein?

Sobald die Stellvertreter für diese beiden Personen standen, kam alles in Bewegung. Bei ihr kam - für sie unerwartet - tiefer Schmerz und Trauer hoch. Es wurde deutlich, sie war mit seiner Schwester, aber auch mit ihm identifiziert. Nach der Lösung dieser symbiotischen Verklebungen konnte sie - zum ersten mal nach 20 Jahren - wieder Verbindung mit ihrem "unbeschwerten" Selbst aufnehmen, das lebendig und glücklich sein darf. Sie war tief bewegt und völlig verändert. Das Gegenwartssystem mussten wir gar nicht mehr aufstellen.

Für die Gruppe und für mich war das sehr berührend.

Ich war froh, meinem Impuls gefolgt zu sein.

Erstaunlich, welche Ressourcen frei werden, wenn ein Selbstanteil wieder integriert wird!

Genau das beschreiben die Schamanen als "Verlust von Seelenanteilen". Und offensichtlich kann das durch die "systemische Selbst-Integration" geheilt werden, wobei die schamanischen Rituale eine entscheidende Rolle spielen.

Das was wir machen ist systemisch-schamanische Arbeit!

 

Leben und Tod, Autonomie und Grenze

Im Film "Seelenvögel" wird das Schicksal an Leukämie erkrankter Kinder und ihrer Eltern auf einfühlsame Weise dargestellt.

Das gab mir den Anlass, meine Überlegungen zu Leben und Tod, zu einem familiär bedingten verinnerlichten Lebens- und Autonomieverbot zu formulieren. Dabei wurde mir deutlich, dass unsere abendländisch-christliche Tradition ein kollektives Lebensverbot enthält, ganz im Gegensatz zur ursprünglichen Botschaft des Jesus.

Der Jesus, der die Liebe über die Gesetze stellte, der mit der "Sünderin" verkehrte, der die Händler aus dem Tempel vertrieb, vertrat eine Liebe, die ins Leben befreit.

In der kirchlichen Botschaft "Gott opferte seinen einzigen Sohn um euch von euren Sünden zu reinigen" wird eine andere Liebe vertreten, eine "vergiftete" Liebe, die durch Schuldgefühle bindet.

Diese provozierenden Überlegungen stelle ich auf der homepage unter Texte, in der Rubrik "von Buddha bis Saint-Exupery" zur Diskussion.

Die Texte sind übrigens alle neu geordnet.

 

Aufstellungsseminare Paris und Magdeburg
PARIS: 29.-31.1.2010, Anmeldung über: Samai Fossat,
sfossat@orange.fr
www.lienspsy.com
LiensPsy
Institut Européen des Nouvelles Solutions en Psychologie
Supéry, F - 09420 RIMONT
05 61 96 38 77

MAGDEBURG: 3./4.Juli 2010, Anmeldung über Beate Hieber
Akademie für LebensArchitektur
Gellertstraße 13
39108 Magdeburg
T: 0391 505 82 52
www.lebensarchitektur.biz

 

Weiterbildung 2010/2011

Es wird einen verkürzten Grundkurs mit 4 Blöcken a 3 Tagen, geben für erfahrene Aufsteller, die die Prinzipien der "systemischen Selbst-Integration" in ihre Aufstellungsarbeit einbeziehen wollen.

Und einen Grundkurs für Anfänger mit 8 Blöcken a 3 Tage. Diesen Kurs werde ich zusammen mit Dr. Hans-Peter Milling anbieten. Diese Ausbildung entspricht den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen. Die neuen Termine und weitere Informationen auf der Homepage!

ICH WÜNSCHE EUCH ALLEN EINE ZEIT FÜR SELBST-BESINNUNG. UND EIN ERFOLGREICHES NEUES JAHR 2010!

Euer Robert Langlotz

 


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