systemische selbstintegration MÜNCHEN
Newsletter AUGUST 2009
01.08.2009
Liebe Freunde!
Liebe KollegInnen!


Inhalte dieses Newsletters:


 

Neue Fallbeispiele

Angeregt durch die Beobachtung, dass frühe Trennung zu einer Bezugsperson oft ein heftiges Symbiosemuster auslösen kann, habe ich wichtige neue Erfahrungen gemacht, die ich auf der Homepage unter "TEXTE", "neue Fallbeispiele" darstelle.

Einmal geht es um die Eskalation von Hass und Selbsthass, im zweiten Beispiel um Beziehungssucht.


Zum Abgrenzungsritual

Zwei Beobachtungen veranlassen mich, den Vollzug des Abgrenzungsrituals – symbolisches Hinausschieben aus dem Eigenen Raum – zu modifizieren.

Wenn der Klient sich gegen einen körperlich kräftigeren Repräsentanten abgrenzen soll, unterliegt der Klient bisweilen, das entmutigt ihn – anstatt ihn zu motivieren!

In der Einzelarbeit habe ich mich bisher als Repräsentant für das Gegenüber zu Verfügung gestellt, mit vollem Krafteinsatz. Das hat mir mein Knie übel genommen.

Deshalb die neue Version:

Das Gegenüber geht langsam auf den Klienten zu. Entscheidend ist jetzt nicht die rohe Kraft – wir sind nicht auf dem Oktoberfest! – sondern die Wachheit, die Entschiedenheit, die GESCHWINDIGKEIT, mit der der Klient auf das sich nähernde Gegenüber reagiert. Das spiegelt den Zustand seines „Selbstschutzreflexes“ wieder.


Vulnerabilität“ und Abgrenzungsverbot

In der Psychotherapie gibt es schon lange das „Vulnerabilitäts-Konzept.

Es ist eine bekannte Tatsache, das zwei Menschen auf ein vergleichbares Trauma („Stress“) sehr unterschiedlich reagieren können. Sie sind unterschiedlich anfällig, verletzbar (=vulnerabel) für ein Trauma. Manche reagieren darauf z.B. mit einer Psychose oder einer Phobie, andere nicht.

Als Ursache für eine erhöhte Verletzbarkeit (Vulnerabilität) werden genetische aber auch biografische Faktoren angenommen.

Die genetischen Faktoren (vererbte Besonderheiten der „Hirnchemie“ etc.) werden meiner Ansicht nach überbetont, - um die nötigen Forschungsgelder zu bekommen?

Für die Erforschung der biografischen Faktoren steht, wenn überhaupt, nur ein Bruchteil dieser Gelder zur Verfügung.

 

Ein, wenn nicht DER entscheidende Faktor einer erhöhten Vulnerabilität – das ist meine Beobachtung – stellt der blockierte Selbstschutz-Reflex dar, das unbewusste Abgrenzungsverbot. Es ist so etwas wie eine erworbene basale Störung der seelischen Grundstruktur, die sich durch die Vorgehensweise der „systemischen Selbst-Integration“ direkt beeinflussen lässt!

Das erklärt die hohe Wirksamkeit dieser Vorgehensweise!


Termine

Symposion Symbiose in System- und Strukturaufstellung

München 5./6.12.2009

Die ersten Teilnehmer haben sich angemeldet. Mehr Infos auf der Homepage.


Therapieseminar-Termine

Ich habe ein zusätzliches Therapieseminar 27.-30.8.2009 geplant.

 

Supervision

Nächster Supervisionskurs ist 17.-19. September. Honorar € 300 inkl. MWst. Für Lizenznehmer ermässigt sich das Honorar um die Lizenzgebühr auf € 150 inkl. MWst.
Bitte bis 1.September anmelden!


Ich wünsche Euch eine schönen Urlaub!

Euer

Robert Langlotz





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