Am 21./22.Februar startet das erste systemische Autonomietraining!
Es handelt sich um ein „Gruppencoaching“, speziell für Menschen,
die unter Beziehungsproblemen am Arbeitsplatz leiden: Selbstunsicherheit (z.B. bei Präsentationen), Workoholics, Burning-out, Mobbing.
Es geht darum, in den Arbeitsbeziehungen das Symbiosemuster zu erkennen und bewusst zu machen und auf die bewährte Art zu lösen. Zentral ist das
Training der Abgrenzung. Die symbiotischen Prägungen durch das Familiensystem werden allenfalls am Rande berücksichtigt, sie gehören in die
Therapieseminare.
Ich denke, dass diese Begrenzung auf die Arbeitssituation, dieser „Coaching“-Aspekt es für viele leichter macht,
die Hilfe des neuen Konzeptes „systemische Selbst-Integration“ anzunehmen. Nicht jeder ist bereit, sich auf „Therapie“ einzulassen.
Es geht nicht darum, die alten Anpassungsstrategien an die Eltern durch Anpassung an die Bedürfnisse des Arbeitsplatzes zu ersetzen. Es geht um die
Entwicklung und Stärkung der eigenen Autonomie, um die Fähigkeit, das eigene Potential in die Arbeit einzubringen, konfliktfähig zu werden,
Kompromisse schliessen und mittragen zu können, kurz, um teamfähig zu werden
– durch Abgrenzung! Getreu dem Grundsatz des Yogi Yesudian:
„Ich brauche keinen Lehrer, der mich beeinflusst, sondern einen Lehrer, der mich lehrt, mich nicht beeinflussen zu lassen“!
Dies Training ist auch ein Beitrag zu mehr Authentizität, zu mehr Zivilcourage, die möglich wird, wenn man mehr bei sich selbst bleiben kann,
unabhängiger wird von der Meinung und den Erwartungen der anderen.
„SCHATTENKRÄFTE DES BÖSEN“
Albrecht Mahr hat in seinem Vortrag anlässlich des Regionaltreffens der bayerischen Aufsteller von seinen Erfahrungen mit politischen Aufstellungen
berichtet. Dabei erwähnte er auch den Begriff der „Stammesseele“ (Kampenhout) und seine Beobachtungen über „Schattenkräfte
des Bösen“, die eine eigene Autonomie zu haben scheinen.
Meines Erachtens wird hier das symbiotische Kollektiv zur
„Stammesseele“ hochstilisiert, wird ihm die Würde einer schicksalhaften Instanz zugeprochen. Dadurch erhalten die mit der kollektiven
Symbiose verbundenen destruktiven Kräfte den Anschein von Autonomie, vor der man nur resignieren kann.
Das empört mich! Als Therapeuten
sollten wir die ohnehin schon verbreitete Resignation nicht noch durch derartige Vorstellungen verstärken.
Die Geschichte zeigt, dass es schon immer einzelnen, „individuierten“ Persönlichkeiten möglich war, sich vom kollektiven Bedürfnis
nach Rache und Vergeltung abzugrenzen und Raum zu schaffen für die Vision von Freiheit und Versöhnung. Adenauer und De Gaulle haben so dazu beigetragen,
die deutsch-französische „Erbfeindschaft“ zu beenden. Natürlich ist es gefährlich, sich dem kollektiven Druck entgegen zu stellen.
Martin Luther King wurde ermordet, kurz nachdem er seinen „Traum“ verkündet hat:
dass die Fähigkeit von Menschen nicht mehr nach ihrer Hautfarbe, nach ihrer Rasse beurteilt wird! Aber 45 Jahre später gibt es einen farbigen
Präsidenten!
Es gibt nicht nur das Bedürfnis nach Bindung und Zugehörigkeit zum Kollektiv, zur Identifikation mit Leid –
oder Schuld – der Ahnen! Es gibt auch das Bedürfnis nach Freiheit, Autonomie und Authentizität, nach einem Selbst-bestimmten Leben.
Vergangenes darf vorbei sein, Versöhnung mit den Nachkommen der ehemaligen „Erbfeinde“ wird dadurch möglich!
Als Therapeuten sollten wir unsere Klienten dabei unterstützen, sich von den Zwängen des symbiotischen Kollektivs zu befreien und ihr eigenes
Potential an Lebendigkeit zu entwickeln. Dadurch werden auch die Ahnen gewürdigt, die trotz eigenen Leids und eigener Schuld „die Fackel
des Lebens weitergegeben haben“ und so die Voraussetzung für diese Entwicklung gelegt
haben.
Mehr dazu auf der Homepage.
TERMINE
Terminänderung Weiterbildung- und Supervisionsseminare
Ab 2009 finden diese Seminare nicht mehr von Mitwoch bis Freitag, sondern von Donnerstag bis Samstag statt, d.h. sie verschieben sich um einen Tag.
Der Grund: ich möchte den Mittwoch ganz freihalten!
Details auf der Homepage.
Kollegialer Austausch
„Zurück im Zentrum“ biete ich ab 2009(!) wieder einen kollegialen Austausch an und zwar
Donnerstags, meist der letzte im Monat, von 20:00-22:00 Uhr:
2009: 29.1., 26.2., 26.3., 30.4., 28.5., Juni fällt aus, und 23.7.!
Bitte vorher telefonisch anmelden, da Änderungen möglich sind!
Infos dazu auch auf meiner Website!
Terminänderung Jour fixe ab 2009!
Seit ca. 15 Jahren gibt es am ersten und dritten Dienstag den Jour fixe, als Einführungsabend und zur „Auffrischung“. Da meine Frau mit
ihrem Studio expandiert, mache ich ihr den Dienstag frei und verschiebe den Jour fixe auf Donnerstag, einmal im Monat, meist der dritte:
15.1., 12.2., 19.3., 9.4.(!), 14.5.(!), 18.6., 16.7.(!).
Bitte vorher telefonisch anmelden, da Änderungen möglich sind!
Infos dazu auch auf meiner Website!
Adressliste Therapeuten
Kürzlich erhielt ich wieder eine Anfrage aus Norddeutschland, die
Liste sei so kurz. Er könne nicht verstehen, dass es nicht mehr
Therapeuten in Norddeutschland gäbe, die nach meiner Methode arbeiten.
Hier noch einmal die Voraussetzungen für eine Aufnahme auf
die Adressliste: