systemische selbstintegration MÜNCHEN
Newsletter März 2008
26.02.2008
Liebe Freunde!
Liebe KollegInnen!


Inhalte dieses Newsletters:
  • Kleiner Prinz
  • Khalil Gibran und der "Innere Raum"
  • Termine:
    Supervision 7.-9.5.2008
    Weiterbildungs-Grundkurs Beginn 28.-30.5.2008
    Therapieseminar Todtmoos/Schwarzwald 3.-6.7.2008
    Infoworkshop Zürich 26./27./28.9.2008
  • Suche neuen SEMINARRAUM!
  • Buchprojekt


Auf die Entzauberung des "Kleinen Prinzen" des vergangenen Newsletters bekam ich einige Reaktionen, eine sehr zustimmende findet ihr unter feedback auf der homepage. Übrigens hat der Theologe und Therapeut Drewermann 1988 in seiner Deutung des Kleinen Prinzen ebenfalls die Symbiose mit der Mutter gesehen.


SELBST UND SYMBIOSE

Die Einbeziehung des Selbst bei der Lösung der Symbiosemuster macht es möglich, DAS PHÄNOMEN SYMBIOSE neu und tiefer zu verstehen, es sozusagen neu zu beschreiben und verschiedene Aspekte zu unterscheiden.
Wir alle wissen, daß Hellingers Vorgehensweise, die Generationen übergreifenden Verstrickungen z.B. Identifikationen zu erkennnen und zu lösen, und dadurch die Achtung für die Eltern - und damit für sich selbst - wieder zu erlangen, in vielen Fällen befreiend, heilend wirkt.
Wenn jedoch die Eltern selber schwerer belastet, traumatisiert sind, wenn Kinder in ihrer Anpassungsstrategie an diese Eltern ihr eigenes Selbst verleugnen, abspalten, wenn sie sich mehr mit den Eltern identifizieren, als mit sich selbst, wenn sie dazu neigen, mit ihren Eltern symbiotisch zu verschmelzen, dann können sie sich nicht gegen die Eltern abgrenzen, ihre Wut nicht konstruktiv einsetzen, ihren "inneren Raum" nicht mehr schützen. Dann hat Groll und Vorwurf gegen die Eltern die Funktion einer "verzweifelten Überabgrenzung", um zumindest eine "Pseudoautonomie" aufrecht erhalten zu können.

Die wünschenswerte Versöhnung mit den Eltern erfordert in diesen Fällen zunächst eine "Versöhnung mit sich selbst", mit den verleugneten, abgespaltenen Selbstanteilen. Es erfordert eine "Rehabilitation" der unterdrückten Aggression, der Fähigkeit, sich abzugrenzen, den inneren Raum wieder zu schützen, auch und gerade gegenüber den eigenen Eltern!
Nach dieser "Versöhnung mit sich selbst" gelingt dann oft die Versöhnung mit den Eltern wie von selbst.

Der Philosoph, Maler und Schriftsteller Khalil Gibran hat den heilsamen Respekt der Eltern für den "inneren Raum" ihrer Kinder sehr deutlich, für viele vielleicht erschreckend so formuliert:
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Es sind die Söhne und Töchter von des Lebens Verlangen nach sich selbst. Sie kommen durch euch, doch nicht von euch.
Und sind sie auch bei euch, so gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, doch nicht eure Gedanken, denn sie habe ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft.......nicht ihre Seele behausen, denn ihre Seele wohnt im Hause von Morgen, das ihr nicht zu betreten vermöget, selbst nicht in ihren Träumen...."

Anscheinend "versetzen" sich viele Eltern in ihre Kinder, als seien sie dort zu hause, mehr als bei sich selbst, als lebten sie das Leben ihres Kindes - anstatt das eigene. So als seien sie ihrem eigenen Selbst entfernt und verwechselten ihr Kind mit ihrem Selbst. Sie halten das für Liebe und verstehen nicht, wenn ihr Kind dadurch von seinem eigenen Selbst getrennt wird- oder in die Überabgrenzung geht.


Termine

Supervision 7.-9.5.2008

Dieser Block gehört zur Ausbildung "Initiatisches Familienstellen".
Darüber hinaus bietet er allen Familienstellern, egal welcher Herkunft, die Möglichkeit,
eigene schwierige oder besonders eindrucksvolle Aufstellungen zu besprechen,
eigene Klienten mit zu bringen, um sie in Rahmen der Supervision mit meiner Unterstützung aufzustellen,
oder von mir aufstellen zu lassen.
die neuesten Strategien und Erfahrungen des Initiatischen Familienstellens kennen zu lernen
.


Weiterbildungs-Grundkurs (8 Blöcke) Beginn 28.-30.5.2008

Das Interesse am Initiatischen Familienstellen® nimmt zu. Aus verschiedenen Regionen bekomme ich Anfragen nach Adressen von Therapeuten, die diese Methode anwenden. Ich sehe es als meine Aufgabe an, das, was ich selbst wie ein wertvolles Geschenk erlebe, an möglichst viele weiter zu geben.


Therapieseminar Todtmoos/Schwarzwald 3.-6.7.2008

Aus Verbundenheit mit Pieter Loomanns, der mich in Karlfried Dürckheims "Initiatische Therapie" einführte, biete ich nach längerer Unterbrechung wieder einen Workshop in Todtmoos an.


Infoworkshop Zürich 26./27./28.9.2008

Bei einem Besuch in Glarus/Schweiz bei meinem Bruder und seiner Frau Barbara, die Atemarbeit mit Familienstellen verbindet, hatte ich Gelegenheit, das Inititatische Familienstellen vor erfahrenen Therapeuten vorzustellen. Die Resonanz war so stark, daß ich einen Infoworkshop in Zürich anbiete.


Suche neuen SEMINARRAUM!

Der Mietvertrag für meine schönen Räume in der Steinkirchnerstr. 30 läuft März 2009 aus. Vor vier Monaten bin ich mit meiner Privatwohnung in die Osterwaldstraße in Nord-Schwabing umgezogen.
Daher zum Schluß noch ein eigenes Anliegen: Ich suche im Norden Münchens mit U-Bahn-Nähe neue Räume: großer Gruppenraum (70-100qm), Diele/Garderobe, 3 WC´s, Küche, evtl. Büroraum. Vielleicht hat jemand von Euch eine Idee??


Buch-Projekt: Symbiosemuster und Selbstverlust

Und noch etwas. Ich beabsichtige unter diesem "Arbeitstitel" ein Buch über das initiatische Familienstellen zu schreiben, und möchte es durch kurze Fallbeispiele bereichern. Wer von euch mag auf maximal einer DIN A 4 Seite sein Anliegen (Diagnose!), eine Kurzfassung des Aufstellungsprozesses und die Veränderungen beschreiben?

Ich wünsche euch allen einen Frühling mit neuem Schwung!

Robert Langlotz



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