Newsletter Juni 2007
31.05.2007
Liebe Freunde!
Liebe KollegInnen!


Inhalte dieses Newsletters:
  • Deine Seele ist wie eine Rose
  • Aufstellerkongreß Köln
  • Termine


Bei den Aufstellungsseminaren bin ich immer wieder berührt davon, wie die Gesichter der Teilnehmer sich verändern. Dazu kamen mir folgende Zeilen:...

Deine Seele ist wie eine Rose....

Der Sinn der Rose liegt darin, zu erblühen und ihre Schönheit und ihren Duft zu verschwenden.
Die Rose öffnet sich,
wenn die drangvolle Enge der Knospe schmerzhafter ist als das Risiko, sich zu öffnen....

Deine Seele ist wie eine Rose...
Sie möchte sich öffnen,
Liebe empfangen..
Liebe geben...

Um sich zu öffnen, braucht sie vier Gewissheiten:
Ich darf da sein...
Ich bin richtig, so wie ich bin...
Ich bin es wert, geliebt zu werden...
Ich darf mich schützen.....(die Dornen!)

Das hat ihr die Natur mitgegeben, wie vier Kelchblätter, welche die Blüte schützen.

Bisweilen jedoch wagt sie nicht, sich zu öffnen,
Vielleicht hat ihr einmal jemand gesagt,
· Sie habe nicht das Recht da zu sein......
· Sie sei falsch, dürfe nicht eine Rose sein .....
· Sie habe nicht das Recht, gesehen, bewundert, geliebt zu werden...
· Sie dürfe sich nicht wehren, ihre Dornen nicht zeigen......
Um zu erblühen braucht sie dann jemanden, der sie an das erinnert,

was sie im Innersten schon immer wußte.


„Coming together"

Der Kölner Kongress war sehr anregend und bereichend für mich. Es war schön, so viele alte Weggefährten wiederzusehen und zum Teil bei ihrer Arbeit zu beobachten. Alle entwickeln ihren eigenen, meist sehr einfühlsamen und liebevollen Arbeitsstil, der sich mehr oder weniger vom klassischen Aufstellen entfernt hat. Es war wie bei einem Orchesterkonzert, wo jeder sein eigenes Instrument spielt und dennoch - oder deswegen - klingt es voll und lebendig. Mein workshop „Ordnungen des Hasses" war gut besucht und ich bekam positive bis begeisterte Rückmeldungen, sowohl für das Referat - das erste mal mit powerpoint! - als auch für die gelungene Aufstellung.
Eine Aufzeichnung des workshops ist erhältlich über www.steinhardtverlag.de

Ich konnte meine eigene Position deutlicher wahrnehmen, und kann die anderen so lassen wie sie sind. Ich sehe, daß ander auch an dem Thema Abgrenzung arbeiten, dafür andere Begriffe haben (von der „blinden" zur „sehenden" Liebe). Bei Manchen hatte ich den Eindruck, daß sie mit ihren Lösungen noch innerhalb der „kollektiven Symbiose" bleiben, die Möglichkeit und die Notwendigkeit des - zugegebenermaßen - schwierigen Ausstiegs nicht immer sehen.
Das Besondere des „initiatischen" Familienstellens scheint mir zu sein:
· Lösungsmöglichkeit für heftige symbiotische Verschmelzungen, Ausstieg aus dem symbiotischen System
· Integration und Kanalisation der Aggression.

Beides ermöglicht dem Klienten, sich von dem Schweren des Systems besser abzugrenzen, das eigene aggressive Potential nicht gegen sich wenden zu müssen, sondern es als Lebendigkeit und Kraft „ins Spiel" bringen zu können.

Mir kam das Bild: die Generationen haben den Staffelstab des Lebens immer weitergegeben, obwohl sie leiden mußten: Krieg, Vertreibung, Gewalt, Folter, Krankheit, Hungersnöte. Die „kollektive Symbiose" bewirkt, daß manche sich mehr mit dem Leid identifizieren als mit der Kraft, dem Lebenswillen! Dann wäre ja alles umsonst gewesen! Das kann es doch nicht sein!

Für alle diese Erfahrungen, Begegnungen und Einsichten - und eine größere Gelassenheit - bin ich sehr dankbar.


Termine

Der Beginn der Grundausbildung hat sich um einen Block verschoben auf 27.-29.09.07, dafür kommt als sechster Block der 02.-04.10.08 dazu.

Informationstage „Initiatisches Familienstellen",
Theorie und Praxis für Therapeuten und Klienten,
am Mittwoch den 20.05.07 und Sonntag dem 22.07.07 in der Praxis, jeweils von 10h bis 18h.


Ich grüße euch alle!
Robert Langlotz




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