systemische selbstintegration MÜNCHEN

Systemische Familientherapie

Private und berufliche Konflikte, Stress, Erschöpfung, psychosomatische Erkrankungen und Depressionen sind oft Folge unbewusster symbiotischer Muster, Ausdruck unserer Prägung durch die Herkunftsfamilie. Wenn Eltern, durch eigene schwere Schicksale belastet, sich den Kindern nicht liebevoll zuwenden konnten, ihnen den notwendigen Halt zum Wachsen und Reifen nicht geben konnten, dann entwickeln Kinder Überlebensstrategien. Sie identifizieren sich mit dem, was die Eltern von ihnen erwarten, in ihnen sehen, und entwickeln so ein falsches Selbst. Das entfernt sie von ihrem eigenen "wahren" Selbst, es hindert sie (jedoch) daran, selbst Kind zu sein, sich von den Eltern abzulösen und erwachsen zu werden. Was ihnen zunächst das Überleben ermöglichte, erschwert ihnen später die Ablösung, das Finden zur eigenen Kraft und Würde.

Die Systemaufstellung mit Einbeziehung archaischer Abschieds- und Ablösungsrituale erweist sich als hochwirksames Instrument, um diese "symbiotischen Verstrickungen" sichtbar und bewusst zu machen und zu lösen. Seit Juni 2008 nenne ich diese Form des Familienstellens "SYSTEMISCHE SELBST-INTEGRATION®".

Die systemische Sichtweise macht den Zusammenhang der drei Aspekte des
Symbiosekomplexes deutlich:
Tendenz zur Überanpassung (fehlende Abgrenzung),
Abspaltung eigener Gefühle und Impulse (Selbst-Entfremdung), und
Hemmung der gesunden Aggression (Umschlag in destruktive selbstzerstörerische Aggression).

Diese Aspekte scheinen sich gegenseitig zu verstärken im Sinne eines
Teufelskreises. Das macht aus dem Symbiosekomplex eine Falle.
Wenn nur ein Aspekt gelöst wird, bewirken die ungelösten anderen Aspekte
meist einen Rückfall in das alte Muster.
Deshalb werden bei der "systemischen Selbst-Integration" alle drei
Aspekte in einem gemeinsamen Prozess gelöst.
So ist in vielen Fällen eine anhaltende Wirkung möglich.

Familientherapeut E. R. Langlotz aus  MÜNCHEN Für mich als Leiter ist es immer wieder tief berührend, mitzuerleben, wie gerade auch Menschen mit schweren Schicksalen sich durch diese Arbeit befreien, zu sich selbst finden können.
Oft wird das Leben durch Groll, Vorwürfe, Verachtung und Hass verdüstert, die sich gegen die Eltern, gegen sich selbst, gegen das Schicksal oder gegen Gott richten. Durch den Wechsel der Sichtweise, durch die Lösungsrituale kann die ursprüngliche Liebe, die durch Verletzung oder Schuldgefühle blockiert war, wieder fließen! Je größer der Hass, desto größer die verborgene Liebe.
Der Leiter begleitet diesen Prozess mit Geduld, Wärme, einer "distanzierten Empathie" - und mit Humor! Über sich selbst zu schmunzeln ist oft der Beginn von Heilung!



Indikationen:

Die systemische Beratung kann der Entwicklung von Stress, Erschöpfungssyndromen, psychosomatischen Störungen, aber auch Beziehungskonflikten vorbeugen - Prophylaxe.
Schon das Stellen des Familienbildes mit Figuren in der Erstberatung macht das Beziehungsgefüge der Familie mit seinen Verwerfungen deutlich. Sie geben Hinweise auf nicht gelungene Ablösung von den Eltern, sodass "erlernte" symbiotische Muster zu vermuten sind, welche private und berufliche Beziehungen belasten können.

Die Systemaufstellung empfehle ich denen, die gute Lösungen und neue Kraft für sich selbst, für ihre berufliche Situation, für ihre Beziehung oder für die Familie suchen.
Auch bei seelischen Erkrankungen, wie verzögerte Trauerreaktion nach Verlust, bei Depressionen, Angst, Sucht, Eßstörungen, bei Borderlinesyndrom aber auch bei Traumatisierung durch sexuellen Übergriff und Gewalt kann die Systemaufstellung einen Heilungsprozess unterstützen.
Bei Psychosen und körperlichen Erkrankungen ist über die Verstärkung der Selbstheilungskräfte eine Besserung, gelegentlich auch Heilung zu beobachten.


nach oben ]

© Copyright 2011, Dr. Ernst Robert Langlotz.  Alle Rechte vorbehalten.
HTML 4.01 | CSS